Project-Insight: Process Mining bei WashTec

Von Dezember 2019 bis April 2020 führte ein motiviertes Team unserer studentischen Unternehmensberatung ein großes Projekt im Bereich Prozessanalyse und Prozessoptimierung druch.
Zusammen mit der Software unseres Netzwerkpartners Celonis aus München wurde eine Prozessanalyse des Order-to-Cash Prozesses der Firma WashTec Cleaning Technology Gmbh erstellt. In 60 Beratertagen konnten Optimierungsmöglichkeiten und Einsparungspotenziale, sowie die Potenziale des Einsatzes von Process Mining für WashTec Cleaning Technology GmbH identifiziert werden.
Projektleiter Moritz Wanner erzählt uns in diesem Beitrag Einzelheiten:

Unser Partner Celonis ist weltweit marktführendes Software-Unternehmen im Bereich Process Mining. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München und New York wurde 2011 von drei Studenten der TU München gegründet, die damals selbst noch Mitglieder einer studentischen Unternehmensberatung waren. Aus einem externen Projekt entstand die Idee zu Celonis.

Der Kunde des Projekts, die WashTec Cleaning Technology GmbH ist weltweit führender Anbieter von Lösungen rund um Fahrzeugwäsche. Mit dem Anspruch, stets Innovationsführer in ihrer Branche zu sein, orientiert sich WashTec Cleaning Technology GmbH konsequent an den sich wandelnden Bedürfnissen von Kunden und Betreibern.

Ziel des Projektes war es, den Order-to-Cash Prozess bei WashTec zu analysieren und Optimierungsmöglichkeiten und Einsparungspotenziale, sowie die Potenziale des Einsatzes von Process Mining zu identifizieren. Daraus wurden Handlungsempfehlungen in Verbindung mit der Intelligent Business Cloud der Process Mining Software von Celonis erarbeitet.

Im ersten Schritt wurden die Daten des ERP-Systems von WashTec Cleaning Technology GmbH extrahiert und in die Intelligent Business Cloud, der Process Mining Software von Celonis, geladen. Die Anbindung der Daten verlangte dem Team vor allem technisches Know-How sowie Datenbanken- und SQL-Kenntnisse ab. Der Process Mining Algorithmus ermöglichte es dem Team daraufhin, den Prozess basierend auf den Daten des ERP-Systems zu analysieren. So konnten beispielsweise das Auftreten von manueller Nacharbeit, das wiederholte Durchführen derselben Aktivitäten, Durchlaufzeiten und Zahlungsverhalten der Kunden näher betrachtet werden. Diese Optimierungspotenziale clusterte das Projektteam zu Use Cases. Die Use Cases wurden wirtschaftlich bewertet und es wurden Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Prozesses erarbeitet. Darüber hinaus erstellte das Projektteam Dashboards, welche WashTec Cleaning Technology GmbH bei der Überwachung der Prozessentwicklungen nutzen kann, und implementierte beispielhafte Unterstützung des Prozesses durch das integrierte Robotic Process Automation Tool.

Nach 60 Beratertagen wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen und die Projektergebnisse an das WashTec Management übergeben. Nach dem Projekt hatte WashTec Cleaning Technology GmbH nicht nur einen umfassenden Überblick über die Abläufe in ihrem Order-to-Cash Prozess, sondern darüber hinaus konkrete Optimierungsmöglichkeiten und eine Vorstellung davon, welchen Mehrwert der Einsatz von Process Mining ihrem Unternehmen bieten kann.

Die Berater und Beraterinnen von JMS konnten durch dieses Projekt selbst noch tiefer in den Bereich Process Mining eintauchen und damit die eigenen Kompetenzen weiter ausbauen.

Für uns ist dieses Projekt besonders zukunftsweisend: Die Verbindung von Prozessmanagement und Digitalisierung ist für jedes Unternehmen von großer Bedeutung und wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Wie das Projekt gezeigt hat, sollten Prozessoptimierung und Digitalisierung heute Hand in Hand gehen. Wir als studentische Unternehmensberatung freuen uns, solch wegweisende Projekte maßgeblich voranbringen zu können und damit ein Teil dieser Zukunft zu sein. Durch immer neue Herausforderungen auf der Kundenseite sind wir stets motiviert, Höchstleistungen zu bringen und für unsere Kunden eine individuelle Lösung zu finden.

 

 

Pro Bono Projekt mit dem Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V.

JMS unterstützt den Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V. bei der Akquise von neuen Ehrenamtlichen

Bei JMS Augsburg e.V. wird in jeder Anwärterphase ein Pro Bono Projekt durchgeführt, bei dem gemeinnützige Organisationen durch ehrenamtliche Beratung unterstützt werden und die neuen Junior Consultants erste Erfahrungen in einem externen Projekt sammeln können. In dieser Sommerbewerbungsphase wurde der Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V. als Projektpartner ausgewählt. Dieser hat in den vergangenen Monaten über unterschiedlichste Wege Anfragen für freiwillige Mitarbeit erhalten und bat hierbei um Hilfe. Das Ziel des Projektteams um Leon Lieckfeld, Sophia Gold, Linda Götting und Simon Annen war es, diesen Bewerbungsprozess zu vereinfachen und die Vermarktung des Vereins effizienter zu gestalten.

Wo wurde das Projekt durchgeführt?

Unser Projektpartner war der Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V. und das Projekt wurde für Gut Morhard umgesetzt. Dabei handelt es sich um einen Gnaden- und Archehof in Königsbrunn bei Augsburg, auf dem Tiere aus schlechter Haltung, schlecht vermittelbare Tiere und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen ein artgerechtes Zuhause auf Lebenszeit bekommen. Insgesamt arbeiten dort fünf festangestellte Mitarbeiter und mehr als 15 Ehrenamtliche in wechselnder Besetzung.

Wie genau wurde dieses Projekt umgesetzt?

Um den Kunden besser kennenzulernen, hat sich ein Teil des Projektteams zu Projektbeginn mit dem Tierschutzverein für ein Erstgespräch auf Gut Morhard getroffen und gemeinsam die Anforderungen und Wünsche des Kunden besprochen. Auf Basis dieses Gesprächs haben wir einen Fragenkatalog entworfen, den wir im Anschluss in Form eines Portals auf der Webseite umgesetzt haben. In diesem informieren einerseits Kurztexte über die verschiedenen Tätigkeitsfelder im Verein, andererseits wird anhand eines Fragenkatalogs die Eignung von potenziellen Bewerbern geprüft und der Kontakt zum Tierschutzverein direkt hergestellt. Über das Portal können die Bewerbungen zentral gesammelt werden und die Verantwortlichen müssen nicht mehr simultan auf Emails, Briefe und Anrufe antworten wie zuvor.

Zusätzlich wurde auch eine Marketingstrategie ausgearbeitet, um dem Tierschutzverein dabei zu helfen, Außenstehende noch besser für ehrenamtliche und finanzielle Unterstützung zu gewinnen. In unserer entworfenen Strategie wurden die momentanen Aktivitäten von Gut Morhard auf Social Media analysiert, Zielgruppen identifiziert und ein Einblick in die Algorithmen von Instagram, Facebook und Co. geliefert. Im Anschluss wurden konkrete Designentwürfe, Beitragsinhalte und Veröffentlichungspläne erstellt und eine Marketingkampagne für Instagram und Facebook entworfen, die in Form von Beiträgen über acht Wochen hinweg die verschiedenen Tätigkeitsfelder auf Gut Morhard und das Anmeldetool vorstellt.

Wie geht es nach dem Abschluss des Projekts weiter mit den erarbeiteten Ergebnissen?

Bei einer virtuellen Endpräsentation wurde das Portal und seine Funktionsweise beim Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V. vorgestellt und die Marketingstrategie übergeben. Das Anmeldeportal für interessierte Ehrenamtliche wurde bereits auf der Webseite des Tierschutzvereins integriert und ist für Interessierte unter dem Abschnitt Gut Morhard im Reiter Ehrenamt finden. Wir hoffen, dass das Portal für das Gut Morhard eine große Hilfe bei der Akquise neuer Ehrenamtlicher sein wird. Zusätzlich wollen wir mithilfe einiger Zeitungsartikel, Radiobeiträgen und Posts auf sozialen Plattformen für das Ehrenamt auf Gut Morhard und für die Möglichkeit der Bewerbung über das Portal werben. Die Empfehlungen aus der Marketingstrategie und unsere Marketingkampagne wird man in Zukunft auf den Kanälen von Gut Morhard via Instagram, Facebook und TikTok verfolgen können.

 

 

Sommer-Bewerbungsphase bei JMS Augsburg

In diesem Jahr startet JMS Augsburg neben der Bewerbungsphase im Wintersemester auch zum ersten mal eine zweite Anwärterphase für interessierte Studenten im Sommersemester.
Unsere Mentorensprecherin Gina Lauter, die verantwortlich für die Organisation des 6-monatigen Ausbildungsprogramms ist, hat hierzu ein paar Fragen beantwortet.

 

Warum hat sich JMS Augsburg erstmals für eine zweite Anwärterphase entschieden?

Da wir bei JMS mit einem ständig durch Veränderungen geprägten Arbeitsumfeld konfrontiert sind und deshalb im letzten Jahr einige neue Beratungsprodukte ausgearbeitet haben, suchen wir gerade jetzt motivierte Anwärter, die diese Entwicklung weiter vorantreiben. Durch die Vielzahl an großen Projekten, die bei uns in den kommenden Jahren anstehen, sind wir auf tatkräftige Unterstützung angewiesen. Mit einer zweiten Anwärterphase erhoffen wir uns, unsere Stellung unter den Top3 der studentischen Beratungen im BDSU, unserem deutschlandweiten Dachverband, weiter auszubauen.

Welche Vorteile bringt eine zweite Anwärterphase mit sich?

Unseren Mitgliedern gibt eine zweite Anwärterphase die Möglichkeit, sich intensiver an der Weiterbildung Anderer zu beteiligen und unsere Schulungen weiter auf einem qualitativ ausgezeichneten Niveau zu halten.

Für Anwärter ergibt sich daraus, dass es nicht wie sonst nur einmal im Jahr möglich ist, sich bei uns zu bewerben.
Erstsemester, die sich diesen Schritt vielleicht letztes Jahr noch nicht zugetraut haben oder denen eine Bewerbung aus anderen Gründen nicht möglich war, erhalten dadurch eine zweite Chance.
Aber auch höheren Bachelor-Semestern oder Studierenden am Anfang des Masters kommt diese zusätzliche Bewerbungsphase zugute, da sie keine wertvolle Zeit verlieren.
Die Chance, sich ein unglaublich großes Netzwerk aufbauen zu können, Projekterfahrung zu sammeln und das eigene Profil mit hochwertigen Referenzen zu schärfen, würde ich in keinem Fall nach hinten verschieben, sondern sofort nutzen.

Wie organisiert JMS diese?

Wie gerade angesprochen, halten wir für unsere Anwärter einige spannende Schulungen und Workshops, in denen zum Beispiel Grundtechniken des Projektmanagements vermittelt werden. In einem Anwärter-Projekt darf jeder Bewerber dann seine erlernten Fähigkeiten ausprobieren und mit unseren erfahrenen Mitgliedern zusammen an den eigenen Präsentationsfähigkeiten arbeiten.
Die Struktur unseres Vereins ermöglicht es zusätzlich, schon von Beginn an in unsere Prozesse einzusteigen und mit Studierenden aller Fachrichtungen in Kontakt zu kommen.

Auf was können sich die zukünftigen Anwärter freuen? 

Auf viele Möglichkeiten, sich selbst auszuprobieren und an neuen Herausforderungen zu wachsen. Wir bei JMS führen spannende Projekte mit Unternehmen in der Region Augsburg und darüber hinaus durch.
So haben wir zum Beispiel im letzten Jahr für die Hilti Deutschland AG ein Öffnungszeitenmodell für Hilti-Stores neugestaltet, eine Markt- und Wettbewerbsanalyse bei UPM durchgeführt und die Website der Deutschen statistischen Gesellschaft optimiert.
Wer sich den externen Fokus noch nicht zutraut, der kann sich in internen Projekten mit Themen wie Hochschulmarketing oder Finanzen und Controlling ausprobieren. Flache Hierarchien innerhalb des Vereins ermöglichen es auch schon unseren Anwärtern, direkte Kommunikation mit dem Vorstand zu führen und mit hoch motivierten Mitgliedern auf Augenhöhe zu arbeiten.

Hast du einen Tipp für unsere zukünftigen Bewerber?

Wichtig ist uns bei einer Bewerbung, dass die Motivation des Anwärters erkennbar wird. Vielleicht habt Ihr schon konkrete Vorstellungen, in welchem Bereich Ihr Euch bei uns einbringen wollt oder Themen, die Euch besonders liegen.
Man muss auch kein wirtschaftliches Fach studieren, um bei uns mitzumachen, denn wir sind der Meinung, dass sich jeder mit seinen Stärken auf verschiedene Weisen einbringen kann.

Wenn Ihr also bereit seid, den nächsten Schritt auf Eurer Karriereleiter zu gehen, dann bewerbt Euch am besten noch heute bei uns!

 

 

Pro Bono Projekt mit dem Deutschen Kinderschutzbund Augsburg e.V.

Auch dieses Jahr führt JMS Augsburg wieder ein Pro Bono Projekt durch!
Die Projektmitglieder Alexander Krüger, Mehmet Halim und Paul Schynoll berichten über ihre Erfahrungen und die Veränderungen des Projektverlaufes durch die aktuelle Corona Pandemie.

 

Um was geht es in eurem Projekt und wie war der Ablauf geplant?

Die ursprüngliche Idee des Pro Bono Projektes war auch dieses Jahr, eine soziale Einrichtung im Raum Augsburg durch eine kostenlose Beratungsleistung, zu unterstützen. Nach einer ausgiebigen und sorgfältigen Akquise-Phase ist eine Projektpartnerschaft mit dem Deutschen Kinderschutzbund e.V. in Augsburg zustande gekommen, um diesen bei seinem Sponsorenmanagement zu unterstützen.

Recherche und Analyse der bestehenden IT-Infrastruktur und das Stakeholder-Management des Augsburger Kinderschutzbundes waren die Grundbausteine für eine Vorauswahl an Softwarelösungen, welche eine datenschutzgerechte und moderne Verwaltung der Sponsoren ermöglicht. Die nächsten Schritte wären die Implementierung besagter Lösung, zusammen mit einer Schulung über Sponsoreneinbindung und -marketing gewesen.

Wären die nächsten Schritte gewesen? Das heißt die Corona-Pandemie hat das Projekt beeinträchtigt?

Die Implementierung eines IT-Systems sowie die Schulung zum System und die Präsentation von Handlungsempfehlungen zur Sponsoreneinbindung hätten vor Ort, im Büro des Augsburger Kinderschutzbundes, stattgefunden. Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie und vor allem der Ausgangssperren, ist es leider nicht mehr möglich gewesen, die Implementierung unter den bestehenden Sicherheitsvorschriften durchzuführen.
Durch offene Kommunikation im Team und mit dem Augsburger Kinderschutzbund war es uns aber möglich, das Projekt umzustrukturieren.

Wie führt ihr das Projekt unter den gegebenen Umständen konkret weiter?

Wir haben uns letztendlich dazu entschlossen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes Augsburg im Bereich Marketing und Sponsorengewinnung digital zu schulen. Denn gerade die Corona-Krise und die damit verbundenen Spendenrückgänge zeigen, wie wichtig diese Themen für gemeinnützige Organisationen sind. Wir bereiten Materialien zum Self-Learning vor und passen unseren Maßnahmenkatalog an die aktuelle Situation an. Somit können wir dem Kinderschutzbund langfristig einen größeren Benefit bieten.

Was habt ihr beim Umgang mit dieser Thematik gelernt?

Es heißt: „Nichts ist so beständig wie die Lageänderung“. Wichtig war eine schnelle und offene Kommunikation im Team, wie wir unter diesen Umständen weiterverfahren wollen. Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, agil und offen zu bleiben. Wir sind als Team (digital) noch enger zusammengerückt, haben Aufgaben umverteilt und neu strukturiert.
Auch den Kontakt zum Kunden zu halten, ist in dieser Zeit von hoher Bedeutung. Da der Kinderschutzbund durch die aktuelle Situation natürlich ebenfalls vor großen Herausforderungen steht, liegt es in unserer Verantwortung, immer wieder auf uns aufmerksam zu machen, ohne dabei zu aufdringlich zu werden. Trotz den aktuellen Umständen blicken wir deswegen positiv auf unseren derzeitigen Projektverlauf und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

 

Die Trainerakademie des BDSU

Unser Mitglied Pierre Laritz und unsere Alumna Melissa Maisel sind Mitglied der TrainerAkademie des BDSU. Beide übernehmen seit letztem Jahr auch einen Posten in der Leitung der TA und beantworten in diesem Interview Fragen rund um die Trainerausbildung und warum diese auch für Dich genau die richtige Entscheidung sein könnte.

 

Was ist die Trainerakademie und inwiefern steht sie in Zusammenhang mit den JEs? Wie läuft die Zusammenarbeit mit den studentischen Unternehmensberatungen ab?

Pierre: „Die TrainerAkademie besteht seit 2007 und ist die Weiterbildungsinstitution des BDSU. Das bedeutet, dass sie mit allen studentischen Unternehmensberatungen (JEs) in kontinuierlichem Austausch steht.
Der Kontakt zwischen der TrainerAkademie und den JEs verläuft über Trainingsanfragen. Dabei wird dann ein automatisierter Prozess in Bewegung gesetzt, dessen Ziel es ist, passende Trainer/-innen für die jeweils anfragende JE zu finden und den Kontakt zwischen beiden herzustellen.“

Melissa: „Genau, dabei steht den JEs dann ein Pool von knapp 200 Trainern/-innen zur Verfügung. Viele von unseren Trainern und Trainerinnen sind tatsächlich schon selbst gar keine aktiven Mitglieder mehr, werden aber immer wieder für die TrainerAkademie aktiv.“

Wie seid ihr zur TrainerAkademie gekommen?

Melissa: „Mich hat damals Freddy Matern, ein ehemaliges Mitglied von JMS, von der TrainerAkademie begeistert. In meiner Anfangszeit bei JMS war Freddy Vorstand im BDSU und gleichzeitig bereits Mitglied in der TrainerAkademie. Er hat uns die TA damals vorgestellt und nachdem ich mich in internen Trainings als Co-Trainerin ausprobiert habe, hatte ich beschlossen, mich zu bewerben. Ich wurde ausgewählt und habe schließlich 2017 meine Trainerausbildung absolviert. Es war die absolut richtige Entscheidung. Geholfen haben mir dabei ein gutes Bauchgefühl, eine gesunde Intuition und vermutlich auch eine gewisse Portion glücklicher Zufall.“

Pierre: „Bei mir waren es tatsächlich drei JMSler, welche mich an die TA herangeführt haben. Ich habe natürlich auch von Freddy davon gehört und außerdem war Melissa mein Mentor. Neben den beiden hat mich auch meine ehemalige Vorstandskollegin, Elena Vizenetz, von der Idee begeistert, da sie in unserer Vorstandszeit gleichzeitig in der Leitung der TA tätig war.“

Warum habt ihr euch dafür entschieden, ein Teil der Leitung der TA zu werden?

Pierre: „Ich habe mich dazu entschlossen, Teil der Leitung zu werden, da mich das TtT (Train the Trainer) so bereichert hat, dass ich darüber hinaus etwas an das Netzwerk zurückgeben wollte. Außerdem hat das Team, welches sich um mich herum formiert hat, mich sehr zu der Entscheidung bewegt. Ich freue mich, Teil der Leitung zu sein und bin gespannt, was das Amtsjahr noch an Herausforderungen mit sich bringt.“

Melissa: „Bisher bestand das Vorstandsteam der TA hauptsächlich aus neu ausgebildeten Trainern/-innen. Dieses Konzept haben wir mit unserer Amtszeit allerdings verändert. Obwohl meine Trainerausbildung bereits etwas her ist, habe ich mich dafür entschieden, die TA-Leitung als erfahrenes Mitglied zu ergänzen. Der Vorteil dabei ist natürlich, dass ich bereits viele Erfahrungen einbringen kann und damit die Entscheidungen unseres Teams enorm unterstützen kann.
Konkret übernehme ich derzeit zwei Aufgabengebiete: Zum einen die Trainer-Weiterentwicklung und zum anderen das Marketing. Eine meiner Hauptaufgaben dabei ist es, Ideen zu sammeln, wie man unsere Trainer/-innen weiterbilden kann und diese dann in Weiterbildungswochenenden umzusetzen. Außerdem kümmere ich mich auch um den Instagram Auftritt der TA (Instagram: bdsutrainerakademie).“

Welchen persönlichen Mehrwert hast du aus der Akademie gezogen? Erinnerst du dich an einen signifikanten Moment in deiner Trainerausbildung?

Melissa: „Es gibt sehr viele Mehrwerte, die ich aus meiner Zeit in der TA bereits gewonnen habe. Ich konnte mir viel methodisches Wissen aneignen, zum Beispiel zu verschiedenen Gesprächstechniken. Dieses Wissen hilft einem in jeglichen Situationen, in denen man eng mit anderen Menschen zusammenarbeiten muss. Auch im Berufsleben kann man so viel besser auf die verschiedenen Kollegen oder Vorgesetzen zugehen und effektiv mit ihnen interagieren.
Die TA bietet einem außerdem ein großes Netzwerk aus engagierten und motivierten Persönlichkeiten. Wenn man einmal Mitglied der TA ist, wird man in den Trainer-Pool aufgenommen und bleibt dort ein Leben lang. Die Trainer/-innen aus den ersten Ausbildungsjahrgängen sind bereits mitten im Berufsleben und stehen einem immer gerne mit Tipps zur persönlichen Karriere oder natürlich zur Trainingskonzeption zur Seite. Die Mitgliedschaft in der TA endet nie, man profitiert so lange davon, wie man möchte. Besonders schön ist es zu sehen, dass die Verbundenheit – oder wie wir es nennen, der ‚TA- Spirit‘- ebenfalls über Jahre und Generationen hinweg besteht und auch ältere Trainer/- innen immer wieder gerne für die TA aktiv werden.“

Pierre: „Ein großer Mehrwert für mich, als studentischer Berater, ist das Thema Empowerment und Wertschätzung. Meine Arbeit in der TA hat es mir ermöglicht, den Gedanken der Ellbogengesellschaft beiseite zu schieben und mich stattdessen auf die Bedürfnisse von verschiedenen Individuen oder einer Gruppe zu konzentrieren. Ein anderer Aspekt ist der, dass man sich ein Training ähnlich wie ein Gespräch bei einem Kunden vorstellen kann, man stellt die Inhalte dar und verkauft dabei auch sich selbst. Insbesondere bei Trainings mit größeren Gruppen lernt man, gezielt auf die verschiedenen Menschen zuzugehen und dabei Gesprächstechniken anzuwenden, um zum Beispiel auch eine hitzige Diskussion unter Kontrolle zu halten. Dabei ist es besonders wichtig, auch die eigenen Bedürfnisse zu beachten und sich selbst richtig einordnen zu können.
Ein weiterer Mehrwert ist für mich auch das Netzwerk, welches einem die TA bietet. Durch dieses habe ich bereits gute Freunde, Mentoren und auch Sparringspartner gefunden. Wir freuen uns immer, wenn wir uns wiedersehen und geben uns oftmals nicht nur fachlichen, sondern auch persönlichen Rat. Die TA hat neben dem fachlichen eben auch einen sehr familiären Gedanken, was mir viel bedeutet.“

Muss man Vorkenntnisse mitbringen, um Trainer zu werden? Wie läuft die Ausbildung zum Trainer ab?

Pierre: „Die Ausbildung zum Trainer findet bei uns auf dem achttägigen TtT (Train-the- Trainer-Ausbildung) statt. Zu diesem werden 16 Bewerber eingeladen, welche mit der Unterstützung von vier Trainern viele Handwerkszeuge lernen, um Trainings zu konzipieren und durchzuführen. Dabei geht es vor allem auch darum, als Trainer Gruppendynamiken zu erkennen und achtsam gegenüber verschiedenen Persönlichkeiten zu sein.“

Melissa: „Vorkenntnisse braucht man für das TtT nicht, allerdings ein hohes Maß an intrinsischer Motivation. Deswegen ist es bei der Bewerbung für das TtT besonders wichtig, seine Motivation sehr deutlich auszudrücken.
Man bekommt außerdem sehr viel Feedback zur eigenen Persönlichkeit, was nicht immer einfach ist, einem aber hilft, sich selbst besser kennenzulernen und sein Selbstvertrauen & – bewusstsein zu stärken. Das hilft einem später enorm, wenn man seine ersten Trainings durchführt.“

Pierre: „Das TtT ist eine anstrengende Woche aber schlussendlich war es für jedes Mitglied der TA eine große Bereicherung, fachlich sowie persönlich.“

Inwiefern kann man seine erlernten Skills auch auf externen Projekten zum Einsatz bringen? Würdest du sagen, dass dir deine Trainerausbildung bereits Vorteile bei der Arbeit in Unternehmen gebracht hat?

Pierre: „Das ganze methodische Wissen, welches wir uns bei der TA aneignen, bringt einem auf jeden Fall auch im Berufsleben weiter. Da geht es zum Beispiel darum wie man eine gezielte Agenda aufstellt, Inhalte am besten verpackt und vermittelt und seine Zeit am effizientesten einteilt. Das alles bringt Struktur in den Arbeitsalltag und wirkt sich dementsprechend positiv auf die eigene Arbeit auf externen Projekten oder im Job aus.“

Hast du einen Tipp, welchen Trainer unbedingt beachten sollten?

Melissa: „Haltet durch! Nein Spaß, die Anfangszeit ist erstmal schwer. Man weiß nicht sofort, wie man mit bestimmten Situationen umgehen soll, wenn es beispielsweise schwierigere/kritische Teilnehmer in einem Training gibt. Genau darauf bereitet einen die Trainerausbildung aber auch vor. Sie legt den Grundstein für eine erfolgreiche Trainerzeit, auch bei sensiblen Themen wie Konfliktmanagement oder Teambuilding. Letztendlich macht auch hier die Übung dann den Meister. In einem Training begegnet man vielen verschiedenen Persönlichkeiten und somit auch verschiedenen Emotionen. Es ist wichtig, der Gruppe gegenüber offen und flexibel zu bleiben, um sich auf die jeweilige Situation einstellen zu können. Meine Erfahrung zeigt, dass kein Training exakt so verläuft, wie man es geplant hat, aber das ist auch gut und wichtig so. Die Hauptsache ist, dass man immer positiv bleibt und sich nicht entmutigen lässt. Man kann darauf vertrauen, dass einem die Trainerausbildung alles mitgegeben hat, was man braucht, um ein guter Trainer zu sein.“

Was würdest du Interessenten und zukünftigen Mitgliedern der Trainer Akademie gerne mit auf den Weg geben?

Melissa: „Folgt uns auf Instagram!!! (lacht) Dort erklären wir euch alles, was ihr über das diesjährige TtT wissen müsst. Wir stellen euch dort unsere vier Trainer/-innen und die Unterkunft vor, sprechen mit ehemaligen Teilnehmern und informieren euch genau über die Bewerbungsmodalitäten. Außerdem zeigen wir euch dort das ganze Jahr über immer wieder Einblicke in unsere Trainings und unseren TA-Alltag. Ansonsten sprecht uns oder andere Trainer/-innen gerne auf die Trainerausbildung an! Dadurch werdet ihr auch ein Gefühl dafür bekommen, ob die Ausbildung etwas für euch ist. Auch an den Kongressen sind wir immer zahlreich vertreten und auch mit einem eigenen Stand auf der Firmenkontaktmesse präsent.“

Pierre: „Genau, kommt bei Fragen sehr gerne auf uns zu und meine größte Empfehlung an euch ist: Bewerbt euch für das TtT 2020!“

 

Alumnus: Dr. Markus Dutschke

Markus war von 2012 – 2016 Mitglied bei JMS Augsburg. In dieser Zeit hat er verschiedenste Projekte in unterschiedlichen Branchen durchgeführt. Von der Mitarbeiterbefragung bis hin zum Softwaretesting, vom mittelständischen Metallbauer zum Konzern im Finanzsektor.
Inzwischen ist Markus selbstständig tätig (www.auXolutions.de) und hilft Unternehmen dabei, ihre Mitarbeiter zu binden und sich auf der Online-Plattform Kununu attraktiv darzustellen.

 

Markus, warum bist du damals zu JMS gegangen?

Ich wollte damals Unternehmensberater werden, da ich gehört hatte, dass sich hierbei viel Geld verdienen lässt und mir der Beruf sehr abwechslungsreich und herausfordernd erschien. Als ich anfing, mich für diese Zukunftsperspektive zu interessieren, habe ich Physik im Master studiert und wusste noch nicht einmal genau, was Unternehmensberatung eigentlich ist. Da war es dann natürlich höchste Zeit, Kompetenz aufzubauen. JMS war dafür die erste und vor allem die beste Adresse!

 

Und warum bist du dann heute nicht Unternehmensberater?

Naja, das war eigentlich auch wieder wegen JMS (Markus lacht). Der Wandel der Berufsperspektive hat sich langsam und schleichend bei mir vollzogen. Über die Zeit habe ich einfach verstanden, dass JMS nicht nur eine Unternehmensberatung, sondern auch ein Unternehmen ist. JMS sucht sich seine Kunden, rekrutiert Anwärter/-innen, bildet die frisch rekrutierten Berater zu Projektleitern aus, kauft Tools (also meistens Software und IT Services) ein, macht Marketing und vieles mehr.
Während meiner Zeit bei JMS habe ich Kontakt zu all diesen Bereichen gehabt und festgestellt, dass das Unternehmertum für mich noch interessanter ist. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass in meinem Fall die beiden Themen nicht so weit voneinander entfernt liegen.

 

Rückblickend gesehen, was hat dir JMS gebracht?

Das mit Abstand Wichtigste, das ich bei JMS gelernt habe, war wirtschaftliches Denken und Handeln. Das hört sich jetzt trivial an, aber ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Unternehmen und Branchen welche Probleme haben und was das auch wieder finanziell bedeutet, das lernt man in keiner Vorlesung.
Oder, wie man mit jemandem spricht, den man vielleicht beraten könnte, praktisch aber gerade eben erst nach der dritten Maß beim Plärrer auf der Bierbank kennengelernt hat…
Aus so etwas entwickelt sich dann ein Feingespür für Probleme und effektive Lösungsstrategien. Das lässt sich als Beratungsdienstleistung anbieten oder eben als Produkt.

 

Und wie ging dein Leben nach JMS weiter?

Ich habe eine Software für Grundschullehrer entwickelt. Die verkaufe ich übrigens bis heute (www.zeugnisprogramm-zeugnisgenerator.de). Ich habe damals den Bedarf in einem Gespräch mit meiner Mutter erkannt. Sie ist Grundschullehrerin und hat mir erzählt, dass sich das Layout der bayrischen Grundschulzeugnisse geändert hat und wie viel Mehraufwand das für die Lehrer bedeutet. Ich konnte zum damaligen Zeitpunkt schon programmieren und habe mir daraufhin noch selbst beigebracht, Software für Endnutzer zu schreiben (also mit grafischer Oberfläche, Installationsprogramm etc.). Das habe ich in meiner Freizeit gemacht, während ich promoviert habe.

 

Und wie kamst du zu deinem jetzigen Geschäftsfeld?

Als das Zeugnisprogramm damals abgeschlossen war, bin ich zum Thema Mitarbeiterbefragungen übergegangen. Das war auch ein Feld, in dem ich aus meiner JMS Erfahrung großes Verbesserungspotenzial gesehen habe.
Um das etwas zu verdeutlichen: Man rechnet ein Brutto-Jahresgehalt an wirtschaftlichem Schaden für ein Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter kündigt. Und mir ist aufgefallen, dass es keine Anbieter gibt, die moderne Data-Science Lösungen einsetzen und gleichzeitig individuelle hochqualitative Mitarbeiterbefragungen durchführen. Es gibt zwar App-Lösungen, aber die liefern auch nur automatisierte Auswertungen. Es ist aber eben einfach nicht wirtschaftlich, sich bei einer Mitarbeiterbefragung 1000 Euro zu sparen und anschließend kündigt ein Mitarbeiter und es entsteht ein Schaden von 70 000 Euro.
Diesem Bedarf begegne ich mit meiner Dienstleistung. Von da an hat sich noch die Thematik Kununu angeschlossen. Das ist eine Website, auf der Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber bewerten können. Das ist quasi auch wie eine Mitarbeiterbefragung – nur, dass die Daten öffentlich einsehbar sind. Heute analysiere ich zuerst das Kununu-Profil eines Unternehmens und kann daraus bereits die richtigen Fragen für die Mitarbeiterbefragung ableiten. Hierbei kommen dann modernste Analysemethoden zum Einsatz. Wen die Thematik genauer interessiert, der kann sich gerne einen meiner Konferenzvorträge als Video (www.youtube.com/watch?v=3ohKkeOGsLU) ansehen.

 

Hast du heute immer noch Kontakt zu JMS?

Ja, tatsächlich. Ich finde, dass ich damals unheimlich viel gelernt habe und möchte auch einfach etwas zurückgeben. Natürlich lässt es die Zeit nicht immer zu, aber man trifft mich regelmäßig auf Veranstaltungen oder auf den beiden Wochenendaktionen. Auch stehe ich als Alumnus natürlich immer mit meiner Fachmeinung zur Verfügung.

 

Möchtest du unseren angehenden Beratern noch einen Tipp für Ihre Zeit bei JMS geben?

Ja gerne: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Hört sich nicht sonderlich tiefgründig an, ist aber wohl meine persönlich wichtigste Lektion aus meiner Zeit bei JMS. Wenn man sich einfach hinsetzt und hofft, dass einem einer was beibringt, dann wird das einfach nicht passieren. Es wird nicht einmal passieren, dass jemand auf dich zukommt und dir sagt, du solltest dich ins Thema X oder Y einarbeiten. Praktisch muss man immer ein offenes Ohr haben und wenn ein Thema interessant sein könnte, dann lohnt es sich, sich hinzusetzen und das mal ausprobieren. Und dann sieht man schon, was sich daraus machen lässt.
Ich glaube, das ist auch eine ganz wichtige Eigenschaft für eine selbstbestimmte Zukunft. Wenn man sich immer sagen lässt, was man tun soll, dann handelt man einfach nicht mehr im eigenen Interesse. So hat es auf jeden Fall für mich funktioniert.

JMS Business Night 2019

Ein Abend voller spannender Gespräche, einer interessanten Podiumsdiskussion und der Möglichkeit, zu Netzwerken, das war unsere Business Night 2019!
Unter dem Titel „Auxmatrikuliert – Wie binden wir Absolventen an Augsburg?“ wurden auf Grundlage einer von JMS Augsburg e.V. durchgeführten Umfrage zur Arbeitgeberattraktivität im Raum Augsburg verschiedene Fragestellungen diskutiert.
Unser Mitglied Phillipp Moder hat die Business Night mitorganisiert und beantwortet uns ein paar interessante Fragen.

 

Wie lief die Business Night ab?

Wir sind mit einem Vortrag über die Ergebnisse unserer Umfrage zur Arbeitgeberattraktivität in den Abend gestartet, um allen Teilnehmern einen Überblick über die Thematik zu geben und eine Grundlage für interessante Diskussionen zu schaffen.
Mit diesen ging es dann auch direkt in Form einer Podiumsdiskussion weiter. Teilnehmer waren dabei Herr Dr. Markus Dutschke (Experte für Mitarbeiterbefragungen bzw. Employer-Branding auf Kununu, Firma auXsolutions www.auxolutions.de/uber-auxolutions/?srcjms), Herr Stefan Schimpfle (Digitales Zentrum Schwaben), Herr Florian Braun (Betriebsrat Premium Aerotec GmbH) und Cora Casimir (Studentin der Universität Augsburg).
Während der Diskussion haben unsere Teilnehmer und das Publikum jede Menge spannenden Input geliefert und dabei die Inhalte aus verschiedenen Perspektiven diskutiert. Abschließend gab es natürlich noch die Chance, sich mit Firmenpartnern über die spannenden Ergebnisse auszutauschen.

Was waren die Ergebnisse der Umfrage?

Wir haben über 300 Student/innen der Universität und der Hochschule Augsburg zu acht Kategorien bezüglich der Auswahl des Arbeitgebers befragt. Dabei sind wir zu einigen interessanten und auch unerwarteten Ergebnissen gekommen.
Während Abwechslungsreichtum und Mitbestimmung im Arbeitsalltag einen hohen Stellenwert einnehmen, schneiden schnelle Aufstiegsmöglichkeiten und innovative Technik vergleichsweise schlecht ab. Außerdem werden viele technische Gadgets, wie Application Sharing, von weniger als 50% der befragten Studenten gewünscht. Dieses Ergebnis überrascht besonders, da die digitale Transformation in Deutschland eigentlich einen hohen Stellenwert genießt.
Auch die Bewertung verschiedener Arbeitszeitmodelle gibt einen interessanten Einblick in die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.
Flexibilität in Form von Gleitzeit und Home-Office steht dabei an oberster Stelle, während sich Schichtarbeit am unteren Ende der Skala platziert. Besonders wichtig ist den Befragten dabei eine gute Balance zwischen dem Privatleben und dem Arbeitsalltag.

Was war der Anlass, ein regionales Thema für die Podiumsdiskussion zu wählen?

Besonders der Fachkräftemangel ist zurzeit in ganz Deutschland und auch in der Region Augsburg ein Problem. Mit der Auswahl des Themas wollten wir Bewusstsein für die Thematik schaffen und dabei auch mögliche Verbesserungspotentiale aufzeigen. Wir haben darin auch eine Möglichkeit gesehen, Einfluss auf Karrieremöglichkeiten im Raum Augsburg zu nehmen.

Welchen Mehrwert hatten die Teilnehmer?

Die Teilnehmer der Business Night haben viele spannende Einblicke zu einem sehr aktuellen Thema bekommen. Die Vorstellung unserer Umfrage hat einige interessante Einblicke in die Entwicklungsmöglichkeiten der Unternehmen in Bezug auf die Arbeitgeberattraktivität ermöglicht, welche angesichts des Fachkräftemangels für viele Unternehmen von hoher Bedeutung sind.
Den gesamten Abend über herrschte ein angeregter Ideenaustausch zur zentralen Fragestellung, welche Eigenschaften Unternehmen besonders attraktiv machen. Auch bei der Podiumsdiskussion hat sich das Publikum stark in die Diskussion integriert, was erneut deutlich macht, wie wichtig die Thematik für den Raum Augsburg ist.

Welches Fazit zieht JMS Augsburg aus dem Abend?

Unser vorrangiges Ziel war es, Aufmerksamkeit für die Thematik zu schaffen und unsere Ergebnisse in einem informativen Rahmen zu präsentieren. Dabei konnten wir Kontakte zu neuen Unternehmen knüpfen und die Möglichkeit nutzen, weitere Vorträge zu aktuellen Themen zu akquirieren. Außerdem war die Business Night 2019 eine tolle Gelegenheit, einen Einblick in unser studentisches Engagement zu gewähren und dabei die Idee und die Professionalität von studentischen Unternehmensberatungen aufzuzeigen.
Abschließend kann ich sagen, dass die Business Night 2019 für JMS Augsburg e.V. und insbesondere auch für die Teilnehmer ein spannender Abend mit interessanten Inhalten war.
Wir bedanken uns recht herzlich bei den Rednern der Podiumsdiskussion und freuen uns schon auf das nächste Event!

 

Atlassian Softwarelösungen bei JMS Augsburg

Im Zuge der digitalen Transformation ist der Mehrwert einer Software für den Erfolg eines Unternehmens zunehmend entscheidend geworden. Durch die Nutzung adäquater Software können viel größere Datenmengen verarbeitet und gespeichert werden, als bei der Anwendung analoger Methoden.
Aus diesem Grund kann auch bei der Organisation der Abläufe bei JMS nicht auf digitale Unterstützung verzichtet werden.

Atlassian ist ein Anbieter von Softwarelösungen und bekannt dafür, agile Softwareentwicklung voranzureiben. Bei JMS Augsburg finden einerseits das Confluence Wiki und andererseits das Projektmanagement-Tool JIRA von Atlassian ihre Anwendung.

 

Confluence Wiki – Wissensmanagement

Das Confluence Wiki bietet als Enterprise-Wiki-Software eine Lösung für die strukturierte Archivierung von Daten. Darunter fallen im JMS Kontext größtenteils Schulungsunterlagen sowie Dokumente und Erfahrungsberichte zu internen wie externen Projekten, um ein nachhaltiges Wissensmanagement zu gewähren.
Über einfach zugängliche Interfaces wird den Usern der Zugang zu den relevanten Dokumenten ermöglicht, um die jahrelange Projekterfahrung von JMS auch optimal nutzen zu können.

Doch nicht nur als Wissensdatenbank kann Confluence genutzt werden. Über Plug-Ins lassen sich Schnittstellen zu anderen Programmen herstellen und das Wiki zu einer Informationsplattform erweitern, auf welche über eine App mit dem Smartphone zugegriffen werden kann.

 

JIRA- Agiles Projektmanagement

Die Projektmanagementsoftware JIRA ist für die Software-Entwicklung konzipiert worden und zeichnet sich vor allem durch die Verwendung von agilen Methoden mit Scrum und Kanban aus.
Nachdem sich dieses Jahr ein Junior-Projekt mit der Implementierung im Verein auseinandergesetzt und eine Schulung erarbeitet hat, wird JIRA nun bei externen und internen Projekten von JMS angewendet.

Die Vorteile zeigen sich insbesondere bei großen Projekten, da durch die individuelle Gestaltung von Boards und Abläufen eine konkrete Anpassung auf die geforderten Cases vorgenommen werden kann.
Eine weitere Besonderheit ist wiederum die Erweiterung über Plug-Ins, welche über einen App-Store zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise können Anwendungen wie Microsoft Office Teams mit JIRA verknüpft und die Teamarbeit koordiniert werden.

Auf einem Tisch liegt ein Papier, auf dem Diagramme zu sehen sind

Junior Projekt – Regionale Umfrage

Das Projekt Regionale Umfrage hat sich mit der Attraktivität von Arbeitgebern im Raum Augsburg befasst. Dazu hat das Projektteam eine Umfrage unter Studenten der Universität und der Fachhochschule Augsburg durchgeführt und ausgewertet.

Ziel des Projektes war es, herauszufinden, welche Eigenschaften lokaler Unternehmen für potenzielle Arbeitnehmer besonders attraktiv sind.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei zunächst auf der Erstellung einer Umfrage, da diese die Grundlage des gesamten Projektes darstellt. Dabei war es insbesondere wichtig, Feedback vom gesamten Verein einzuholen, um die Fragestellungen möglichst zielführend zu formulieren. Unmittelbar nach der Finalisierung des Fragenkatalogs verteilten die Projektmitglieder diesen an der Universität und der Fachhochschule. Insgesamt nahmen 316 Studenten teil, womit das Ergebnis als repräsentativ gilt.

Im nächsten Schritt wurde die Digitalisierung der Daten in Excel durchgeführt, damit sich unsere Mitglieder auf die Auswertung mithilfe von Pivot-Tabellen konzentrieren konnten.
Mit der Auswertung ließen sich dann erste interessante Zusammenhänge erkennen, wie zum Beispiel die hohe Relevanz des Arbeitsalltags und der Führungsebene. Auch die Attraktivität und Bekanntheit einiger Augsburger Mittelständler wurde durch die Ergebnisse gegenübergestellt und gerankt. Die Visualisierung der Ergebnisse erfolgte schließlich grafisch durch Pivot Charts und PowerPoint.
Abschließend wurden die Ergebnisse bei einigen lokalen Unternehmen vorgestellt, wobei besonderer Wert auf die jeweils unternehmensrelevanten Ergebnisse gelegt wurde.

Durch dieses Projekt und die hierbei aufgebaute Expertise haben wir erfolgreich unser Produktportfolio erweitert, sodass die stetige Weiterentwicklung des gesamten Vereins gewährleistet ist.

Pro Bono Projekt

JMS Augsburg führt regelmäßig Pro Bono Projekte im Raum Augsburg durch, um auch kleineren Unternehmen und sozialen Organisationen die Möglichkeit zu geben, Beratungsleistungen in Anspruch zu nehmen.
Dieses Jahr wurde das Projekt, bei dessen Ausschreibung sich „pro familia Augsburg“ durchsetzen konnte, von unseren Junior Consultants durchgeführt.
Ziel des Projekts war die Entwicklung eines Konzepts zur Spendensteigerung, im Rahmen dessen auch erste wertvolle Erfahrung im direkten Kundenkontakt gesammelt werden konnte.
Ein Erfahrungsbericht unseres Junior Consultants Felix Mayer:

„Der erste, sehr spannende Termin war das Erstgespräch beim Kunden, bei dem die Arbeit und das Vorgehen von JMS Augsburg vorgestellt wurde. Gleich zu Beginn mit dem Kunden im direkten Kontakt zu stehen war herausfordernd, aber gleichzeitig eine sehr wertvolle Erfahrung.
Im Gespräch kristallisierten sich dann die Themen heraus, bei denen wir pro familia beraten können.

Pro familia unterstützt viele junge Familien, aber auch Einzelpersonen in schwierigen Lebenslagen durch Beratungsleistungen und verschiedene wohltätige Projekte, wie unter anderem „meins.ist.deins“, das bereits 2017 durch den Zukunftspreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet wurde.
Um aber diese Unterstützung auch in Zukunft fortführen und ausbauen zu können, ist ein ausreichendes Spendenaufkommen unerlässlich.

Ziel unseres Projektes war demnach die Entwicklung einer Strategie, wie pro familia in Zukunft mehr Spender für ihre Projekte erreichen und überzeugen kann.

Um eine optimale Lösung für den Kunden zu entwickeln, führten wir zunächst eine umfangreiche Recherche zur momentanen Spendensituation durch und analysierten diese anschließend anhand verschiedener Parameter, um die für pro familia relevanten und wichtigen Schlüsse aus den Daten ziehen zu können. Dafür konnten wir die Methodik und das bereits vorhandene Wissen unseres Kompetenzcenters „Analysen und Umfragen“ nutzen, um so eine tiefgehende Analyse der verschiedenen Einflussfaktoren auf Spenden durchzuführen.
Auch die umfangreiche Ausbildung zu Beginn unserer JMS-Laufbahn half uns, Kompetenzen unter anderem im Bereich des Projektmanagements direkt einzusetzen und dadurch sofort mit der eigentlichen Projektarbeit beginnen zu können.

Die gelernten Methoden zum Beispiel zur Analyse anzuwenden, war ein sehr spannender Teil unserer Projektarbeit, da wir so die Theorie direkt in die Praxis umsetzen konnten und uns dies die Möglichkeit gab, uns vom ersten Tag an weiterzuentwickeln.
Dies verdeutlichte dem gesamten Projektteam, dass es unglaublich wertvoll ist, schon während des Studiums Beratungserfahrung in der Praxis zu sammeln und somit nicht nur für regionale Unternehmen einen Mehrwert zu leisten, sondern auch sich persönlich enorm weiterzuentwickeln.

Abschließend können wir als Team auf ein sehr spannendes und lehrreiches Juniorprojekt zurückblicken, aus dem wir auf jeden Fall viel für zukünftige Projekte bei JMS mitnehmen werden.“