Alumna: Melissa Maisel

Nach über zwei Jahren aktiver Mitgliedschaft bei JMS Augsburg und dem Abschluss ihres Bachelor-Studiums wurde Melissa Maisel in den Kreis unserer Alumni aufgenommen.
Wie sie auf die Zeit bei JMS zurückblickt und wohin es sie nun verschlägt, verrät sie uns hier.

 Melissa, wie sieht dein zukünftiger Weg aus?

Mein Weg geht nun erst einmal am anderen Ende Deutschlands weiter. Nachdem ich mein Studium der Erziehungswissenschaften beendet habe, nehme ich mir noch etwas Zeit, um in verschiedenen Praktika genauer herauszufinden, wo mich meine berufliche Zukunft hinführen soll. Danach werde ich entscheiden, ob ich noch einen Master machen möchte oder lieber direkt in das Berufsleben einsteige. Ich lasse mir zunächst also noch alle Optionen offen.

Welches Erlebnis aus deiner JMS Zeit ist dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?

Das Highlight waren für mich immer die Workshop-Tage, deren Ziel es ist, die Bewerber für die jährliche Anwärterphase besser kennenzulernen. Ob als Hauptorganisator während meines Vorstandsamtes oder in der Beobachtungsfunktion im Zuge meines Senioramtes, konnte ich hier jedes Mal viel mitnehmen. Zum einen hat man die Möglichkeit, spannende Persönlichkeiten, motivierte und engagierte Studenten kennenzulernen. Zum anderen wird man selbst immer wieder auf die Probe gestellt, wenn es zum Beispiel um organisatorische Probleme oder eine Entscheidungsfindung geht.
Für mich ist es ein Event, welches man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte – schon gar nicht als Teilnehmer.

Warum lohnt es sich deiner Meinung nach, bei JMS aktiv zu sein?

Eine ausführliche Liste der Vorteile würde den Rahmen hier vermutlich sprengen, daher beschränke ich mich auf die für mich bedeutendsten.
Bei JMS hatte ich das Vergnügen, sehr viele, nette, engagierte und kluge Menschen kennenzulernen, welche neben all der anstehenden Arbeit zu richtig guten Freunden wurden.
Zudem bekommt man in kurzer Zeit extrem viel praktische Erfahrung in sämtlichen Bereichen des späteren Arbeitslebens. Je nach Interesse kann man sich in allen möglichen Themen weiterbilden und ausprobieren. JMS hat mir für alle meine bisher absolvierten Praktika einen enormen Vorteil verschafft. Nicht nur, um diese überhaupt zu bekommen, sondern auch, um dort ab dem ersten Tag einen Mehrwert zu bieten. Denn ich kannte bereits viele Inhalte, mit denen ich konfrontiert wurde und musste somit nicht bei Null anfangen.
Außerdem sind die Kontakte, welche man durch JMS über die Zeit knüpft auf keinen Fall zu unterschätzen. Du möchtest ein spezielles Praktikum machen? Kein Problem, irgendjemand kennt hier immer irgendwen, der dir dabei helfen kann! Ohne JMS wäre ich auch kein Mitglied der BDSU Trainer-Akademie geworden und hätte so meine Leidenschaft, Trainings zu halten, vielleicht nie entdeckt! Die Mitgliedschaft bei JMS hilft also in jeder Hinsicht, sich selbst weiterzubilden und vor allem weiterzuentwickeln.

Gibt es etwas aus deiner JMS Zeit, das du vermissen wirst?

Die bessere Frage wäre, was ich nicht vermissen werde. In den 2,5 Jahren, welche ich bei JMS verbracht habe, ist mir vieles ans Herz gewachsen. Allen voran natürlich die Menschen, die ich nun Freunde nennen kann aber auch die regelmäßigen Treffen und Aufgaben. Es gab immer etwas zu tun, immer etwas zu helfen und man konnte sich stets ausprobieren. Langeweile gab es nie.
Die Zeit ohne JMS wird auf jeden Fall weniger Arbeit beinhalten und genau das werde ich tatsächlich vermissen, weil man diese Arbeit gerne und freiwillig gemacht hat.

 

Mitglied Leon Gärtner mit Jens Reiners

Mentorenprogramm – Eine große Chance

In einem der regionalen Netzwerke von JMS wurde ein Mentorenprogramm ins Leben gerufen, das CEOs oder Personalchefs regionaler Unternehmen mit Studierenden für einen Zeitraum von sechs Monaten zusammenbringt.
Einige JMSler nutzten ihre Chance und ergatterten sich über das Netzwerk „Talente für die Region“ einen Mentor. Im Rahmen mehrerer Treffen nahm sich dieser Zeit, mit seinem Schützling Erfahrungen und wertvolle Tipps auszutauschen und innovativen Input zu bekommen.
Eine einzigartige Möglichkeit, Kontakte in die Welt der Unternehmer zu knüpfen.
Unser JMS-Mitglied Leon Gärtner war Teil dieses Programms und berichtet von seinen Erfahrungen:

„Mein Mentor war der Geschäftsführer der HILTI Deutschland AG, Dr. Jens Reiners. Zu Beginn fragte ich mich, wie diese Mentorenschaft wohl ablaufen würde. Welcher Geschäftsführer eines milliarden-schweren Unternehmens hätte schon die Zeit, sich mit einem Studenten über mehrere Monate hinweg persönlich zu treffen?

Im Rahmen der ersten Treffen lernten wir uns zunächst besser kennen und definierten Ziele, die wir beide erreichen wollten: Jens interessierte dabei vor allem, was meine Generation als kommende Arbeitnehmer am meisten motiviert und wie sich die heutige Art des Managements bzw. die Führung von Mitarbeitern darauf einstellen muss.
Spannend für mich war dabei, dass wir alle Themen anhand realer Situationen bei Hilti diskutiert haben. Ich hatte immer das Gefühl, dass meine unvoreingenommene Perspektive für Jens von Bedeutung war und dass ihm meine Sicht auf die Dinge einen echten Mehrwert bieten konnte.
Meine persönlichen Ziele für das Mentorenprogramm waren zum einen, mich persönlich weiterzuentwickeln und die Möglichkeiten eines Hilti-Auslandspraktikums auszuloten und zum anderen, das Unternehmen noch besser von innen kennenzulernen.

So kam die Idee auf, die Beratungskompetenz von JMS mit aktuellen Fragestellungen bei Hilti zu verbinden – also projektbasiert zusammenzuarbeiten. Nachdem die Projektteams gebildet und die Angebote erfolgreich gepitcht waren, sind daraus zwei Projekte entstanden: Eine deutschlandweite Optimierung der Öffnungszeiten von Hilti-Stores, sowie eine Prozesseffizienzanalyse der IT-Anwendungen im operativen Tagesgeschäft.

Beim Öffnungszeitenprojekt durfte ich selbst mitwirken, wodurch ich in einer relativ kurzen Zeitspanne mit sehr vielen verschiedenen Ansprechpartnern zusammenarbeiten und dabei einen tiefen Einblick in interne Strategien, Entwicklungen und Innovationen erfahren durfte.
Auch die weiteren Treffen mit Jens waren eine volle Bereicherung und meine Entscheidung steht fest:
Nächstes Jahr werde ich bei Hilti ein Auslandspraktikum absolvieren, bei welchem ich mich im internationalen Umfeld mit Industrie 4.0-Themen beschäftigen werde.

Insgesamt betrachtet kann ich solch ein Programm jedem nur empfehlen. Es hilft einem ausschlaggebend für die persönliche Entscheidung, in welche Rolle man später zum Festeinstieg schlüpfen möchte und welches Unternehmen in Bezug auf Arbeitsklima, Innovationswille und Hierarchiestruktur am besten zu einem passt.“

 

JMS Augsburg e.V. Mitglied Cora

Ein Praktikum bei PwC

 

Mein Name ist Cora, ich studiere im 5. Semester Global Business Management an der Uni Augsburg.

Ende Mai diesen Jahres hat es mich für ein Praktikum bei PwC in den Norden Deutschlands verschlagen und ich wohne noch bis Ende Oktober im schönen und diesen Sommer tatsächlich sonnigen Hamburg.

PwC habe ich 2017 bei meinem ersten externen Projekt mit JMS kennen gelernt. Damals waren wir mit unserem Projektteam bei einem Finanzdienstleister in Stuttgart auf einem größeren Projekt. Neben uns war auch PwC dort vertreten und ich hatte die Möglichkeit, einige Berater kennenzulernen. Ich habe damals bereits einiges vom „PwC-Alltag“ und dem Unternehmen mitbekommen und war seitdem sehr angetan von der Idee, dort einmal ein Praktikum zu machen oder zu arbeiten.

Die PricewaterhouseCoopers GmbH (kurz PwC) ist in den Bereichen Wirtschaftsprüfung (Assurance), Steuer- und Rechtsberatung (Tax &Legal) und Unternehmensberatung (Advisory) tätig. Die PwC ist in Deutschland an 21 Standorten vertreten, weltweit an 736 Standorten und führend im deutschen Markt.
Ich selbst absolvierte mein Praktikum im Bereich Advisory und fokussierte mich dabei auf Financial Services. Hier arbeiten Kollegen, die sich mit Banken, Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften und der Immobilienwirtschaft auskennen. Ich für meinen Teil bin in einer Bank gelandet, wobei man zum Zeitpunkt meines Praktikumsbeginns noch „zwei Banken“ sagen muss: Ich durfte nämlich bei einer „Post Merger Integration“, also der Integration einheitlicher Prozesse nach einer Fusion, dabei sein.

Mein Alltag unterschied sich nicht von dem eines Consultants. Von Montag bis Donnerstag war ich beim Kunden vor Ort und arbeitete hier mit etwa 25 anderen Beratern von PwC, die den verschiedensten Karrierestufen und fachlichen Bereichen angehören. Das war besonders spannend für mich, da ich die verschiedensten Erfahrungen mitbekommen habe und irgendwer immer eine Antwort auf meine Fragen hatte. Besonders schön war für mich, dass ich eigene Aufgaben und Verantwortlichkeiten übertragen bekommen habe.

Zu meinen Aufgaben gehörten z.B. die Organisation des wöchentlichen bereichsübergreifenden Meetings, bei welchem sich alle Teilbereiche über die neuesten Entwicklungen austauschen.
Hierfür bereitete ich im Vorfeld die Präsentation in PowerPoint vor, wozu ich mich mit den anderen Beratern und dem Kunden abstimmen musste.
Generell bedeutet die Arbeit bei einem solchen Projekt besonders viel Abstimmung und immer „up to date“ sein, weshalb ich natürlich auch fachlich einiges über Banken gelernt habe.

Als Sonderaufgabe durfte ich ein Tool erstellen, welches Plan- und Ist-Arbeitszeiten der einzelnen Mitarbeiter erfasst und anschließend auch zum Budgetcontrolling verwendet werden kann.
Außerdem haben wir während meiner Zeit auf dem Projekt mit der „Re-Planung“ für die zukünftigen Projektetappen begonnen. Da sich im Laufe jedes Projekts neue Aspekte ergeben, muss jeder Teilbereich alle Ressourcen und Meilensteine nach einer gewissen Zeit noch einmal durchplanen.
Das ist aufgrund der Projektgröße eine komplexe Aufgabe und es muss stets validiert werden, ob man die Re-Planung mit allen Vorstellungen von Kundenseite vereinbaren kann und eine Leistbarkeit gesichert ist.

Freitags arbeiten die meisten Berater nicht beim Kunden vor Ort, sondern im „Office“, also im Büro des jeweiligen PwC-Standorts, dem sie angehören. Hier wird dann die Arbeitswoche nachbereitet, interne Aufgaben erledigt oder die nächste Woche beim Kunden vorbereitet.

Für mich war es sehr angenehm, in Hamburg zu leben. Die Stadt hat richtig was zu bieten und ich konnte jedes Wochenende etwas anderes unternehmen.
Dass ich in dieser schönen Stadt auf diesem spannenden Projekt gelandet bin, habe ich JMS zu verdanken. Durch die Kontakte, die ich bei JMS aufbauen konnte, war es für mich einfach, einen Praktikumsplatz zu bekommen, bei dem ich auch beim Kunden vor Ort bin, was nicht selbstverständlich ist.

Die Arbeit bei JMS hat sich in meinem Praktikum auch in vielen Bereichen bezahlt gemacht. Zum einen waren mir viele Begrifflichkeiten aus dem Bereich des Projektmanagements schon vertraut, ebenso der Umgang mit Kunden. Zum anderen hat mir besonders mein Vorstandsamt (Finanzen & Controlling) den Umgang mit Präsentationsgestaltung geschult, gleiches gilt auch für Excel.
Neben diesen praktischen Vorerfahrungen war es mir auch möglich, Erwartungshaltungen richtig abschätzen zu können und die relevanten Informationen für bestimmte Arbeitsschritte zielgerichtet herauszufiltern. Dies sind alles Kompetenzen, welche ich durch das projektbasierte Arbeiten bei JMS lernen konnte.

Insgesamt war das Praktikum für mich eine sehr lehrreiche Zeit. Einerseits habe ich viel „Handwerkszeug“ gelernt, andererseits konnte ich den Alltag eines Consultants bei PwC erleben. Zusätzlich – und das hatte ich gar nicht erwartet – habe ich bereits jetzt Freundschaften mit Kollegen geschlossen und mich menschlich im Team sehr aufgehoben gefühlt.

Ich habe die Zeit als Praktikantin bei PwC als sehr positiv empfunden, die Arbeit im Projekt sagt mir absolut zu und am liebsten wäre ich direkt dortgeblieben, würde das Studium nicht warten.
Es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich PwC auf meinem Weg kreuze und ich freue mich schon auf das nächste Mal.

 

 

 

Das IGENIUM-Team Sven, Domi und Bene

IGENIUM – Eine Gründergeschichte

Eines sei vorweg gesagt, die Geschichte hat gerade erst begonnen.
Drei ehemalige JMS-Mitglieder stellen sich gemeinsam der Herausforderung, die Persönlichkeitsentwicklung von jungen Abiturienten und Abiturientinnen zu fördern.
Die folgenden Fragen und Antworten erzählen von Benedikt, Sven und Dominik, die ein eigenes Unternehmen gegründet haben.
Ein Interview mit Co-Founder Dominik Buss.

Wie heißt euer Unternehmen und was bietet ihr an?

Unser Unternehmen heißt IGENIUM. Es ist eine Wortschöpfung aus den Wörtern Persönlichkeit (lateinisch ingenium) und Genie (lateinisch genius). Die Namensfindung war recht amüsant. Bene, unser IT-ler, wollte ein lateinisches, möglichst kurzes Wort, welches sich gut anhört und leicht bei Google gefunden werden kann. So kam es, dass wir lateinische Begriffe suchten und diese wild aneinander reihten. Ein bisschen wie Bingo, aber am Ende waren wir zufrieden.

Igenium hat es sich zur Aufgabe gemacht, ehrgeizige, motivierte und talentierte Abiturient/innen auf ihre individuellen Karrieren vorzubereiten, indem wir sie dabei unterstützen, ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Gemäß der sich laufend verändernden Ansprüche an die zukünftigen Führungs- und Expertenpersönlichkeiten wurde das „Beyond Year“ von uns konzipiert.

Das Beyond Year ist ein exklusives, zahlungspflichtiges, zehnmonatiges Programm, welches man in einem Gap Year zwischen Abitur und Studium nach erfolgreicher Bewerbung absolvieren kann. Die Ziele sind, dass sich die Teilnehmer innerhalb dieser Zeit enorm weiterentwickeln, Kulturen und Gesellschaften besser verstehen, wichtige karrieretechnische Fähigkeiten erlernen und herausfinden, wohin ihr Weg geht. Die Bestandteile sind Schulungen, Praktika, soziale Projekte, Reisen in verschiedene Länder und die Aufnahme in unser einzigartiges Netzwerk.

Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Wir haben verschiedene Methoden angewandt, um insgesamt ca. 100 Ideen zu sammeln. Beispielsweise stellten wir uns anfangs einmal die Frage, was wir ändern würden, wenn wir die Macht eines Diktators hätten. So wurden auch Überlegungen angeregt, die etwas ausgefallener waren und ein kreativer Denkprozess gefördert.
Wir haben die Vorschläge dann mit Punktesystemen gegliedert und durch unterschiedlich gewichtete Kriterien eingegrenzt.
Mit der Hilfe von Canvas-Modellen und Interviews sind wir schließlich beim GAP YEAR (ursprünglicher Name) gelandet.

Warum wolltet ihr etwas Eigenes gründen, was war eure Motivation?

Im Grunde wollten wir uns selbst herausfordern und etwas Neues aufbauen, da jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. Wir alle hatten diesen Drang und wollten uns später nicht vorwerfen, es nicht probiert zu haben. Des Weiteren haben wir alle bereits Erfahrungen in der Beratung und bei Konzernen gesammelt. Die dort fehlende Dynamik war ein Ansporn, über eigene Wege mehr Handlungsschnelligkeit zu erzielen.

Wie lange gibt es das Ganze schon?

Die Idee ist im Januar 2018 entstanden und die Arbeit hat im Februar begonnen.
Den Startschuss hat Sven gegeben, der sein Jahr 2018 wie immer Monate im Voraus planen wollte. Er hatte im Januar noch frei und fragte, ob wir Lust hätten, uns einen Monat zu treffen, um eine Geschäftsidee zu entwickeln. So kam es, dass sich jeder bereits im Voraus den Januar frei genommen hatte.

Wie lange hat die Ausarbeitung von der ersten Idee bis zum fertigen Konzept gedauert?

Die Idee entstand relativ schnell aber wir mussten feststellen, dass sich so ein Konzept nicht in ein paar Tagen schreibt und fertigstellen lässt. Das Konzept war und ist einem ständigen Entwicklungsprozess unterworfen. Durch Gespräche mit Unternehmen, sozialen Partnern, Schülern und Vertrauten gab es verschiedene Anregungen, die wir noch nicht bedacht hatten und im Nachhinein anpassen mussten. Man kann aber sagen, dass unser Grundgerüst seit Ende April 2018 steht.

Was habt ihr bei JMS gelernt, das euch bei der Gründung geholfen hat? 

JMS hat uns enorm bei der Gründung geholfen. Als ehemalige Vorstände haben wir sehr viel Wissen mitgenommen und zusätzlich von externen Projekten und unserem Netzwerk profitiert. Sven hat beispielsweise ein Projekt im strategischen Bereich geleitet und dieses Wissen bei der Konzepterstellung eingebracht. Bene ist als IT-ler unersetzlich und hat bei JMS zusätzliche Erfahrungen in Prozessen gesammelt, die uns heute enorm weiterbringen. Ich selbst habe als Vorstand die aktuellen Kuratoren von JMS gewonnen und kann so Erfahrungen für die Gewinnung von Kooperationspartnern einbringen.
Wir alle können jedem nur empfehlen, das eigene Wissen bei JMS zu erweitern und ein Netzwerk aufzubauen! Am meisten lernt man, wenn man sich selbst herausfordert und die „Spielwiese“ JMS nutzt!

Welche Vorteile habt ihr aus der Verbundenheit zu JMS gezogen?

Das Netzwerk von JMS ist vermutlich unser größter Vorteil. Wir haben zu Beginn natürlich Freunde und Geschäftspartner aus verschiedenen Branchen befragen können, die uns bereits aus der JMS-Zeit kannten. Dieses ehrliche Feedback hat IGENIUM sehr viel weitergeholfen und wir bedanken uns recht herzlich für diese Unterstützung.

Was sind eure bisherigen Erfolge?

Wir haben unsere Webseite erfolgreich veröffentlicht und das Beyond Year fertiggestellt. Des Weiteren haben wir bereits einen Partner gewonnen, der demnächst veröffentlicht wird. Weitere Partner werden folgen. Durch Interviews konnten wir schon künftige Abiturienten als Kunden für das kommende Jahr 2019 gewinnen.

Blick in die Zukunft

Im August steht erstmal Urlaub an und ab September starten wir in die Vorbereitungsphase für den Beyond Year Jahrgang 2019. Bis dahin sollen weitere Partner und Förderer bekannt werden, mit denen wir bereits in Kontakt stehen.

 

Gamification – Ein bisschen Spaß muss sein

Vier motivierte Mitglieder von JMS haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und eine Schulung entwickelt!

Digitalisierung ist sehr vielseitig. Es geht um die Veränderung von Hardware über Software bis hin zum normalen Alltag der Menschen. Um sich den dadurch entstehenden Herausforderungen stellen zu können, hat sich unser Kompetenzcenter Digitalisierung neu strukturiert und sich unter anderem auf das spannende Thema Gamification fokussiert.

Gamification ist die Integration spieltypischer Elemente auf Anwendungen und Prozesse, die in einem spielfremden Kontext stehen. Ziel dabei ist eine verstärkte Interaktion und Motivationssteigerung der Benutzer. Hierzu wurde im vergangenen halben Jahr eine Schulung für den Verein konzipiert, die den Teilnehmern einen Einblick in die Game-Design Welt ermöglicht. Mit kreativen Spielen wurden spannende Case-Studies durchgeführt und Best Practises entwickelt, die nun ihren Einsatz finden können.

Alle Teilnehmer freuen sich darauf, mit dem erlernten Wissen, Tätigkeiten rund um JMS Augsburg mit spielerischem Kontext zu füllen und bunt zu gestalten.

Frühjahrskongress “Banken – Börse – Bembel” in Frankfurt

Kongress-Ersti, Alter Kongress-Hase oder Alumni – die Kongressteilnehmender von JMS hätten kaum breiter gefächert sein können. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen, vor allem die der JE-Anwärter, bei der Anreise nach Frankfurt am Donnerstagmorgen. Nach knappen vier Stunden Fahrt erreichten wir Frankfurt fast pünktlich zum Eröffnungsplenum. Bereits von dem etwas außerhalb gelegenen Unicampus der Göthe-Universität sahen wir die beeindruckende Skyline der Frankfurter Innenstadt. Nach Ende des Plenums konnten wir unsere Zimmer im A&O Hostel beziehen und uns für das Abendevent umziehen. Diese Rooftop-Party in der Innenstadt fand zwar nur im 1. Stock statt, war jedoch als Eröffnungsabend und zum Kennenlernen der anderen BDSUler perfekt.

Der zweite Tag begann bereits sehr früh mit den Unternehmensworkshops, die bis zum Nachmittag andauerten. Dabei nahmen wir an diversen und vor allem anspruchsvollen Workshops teil, die am Ende aber allen von uns sehr viel Spaß bereiteten. Auf der Firmenkontaktmesse konnten wir zahlreiche persönliche Gespräche mit Vertretern der teilnehmenden Unternehmen führen und uns so über Praktika, den Berufseinstieg sowie die Karrieremöglichkeiten informieren. Gebührend gefeiert wurde der Tag im Anschluss mit dem Galadinner, dass ebenfalls auf dem Unicampus stattfand. Bei leckerem Essen und einem Glas Wein konnten wir mit den eingeladenen Unternehmensvertretern sprechen und bei der Party im Nebenraum natürlich auch die Golfballtradition des BDSU weiterführen. Der kleine Zwischenfall des Abends, ein Feueralarm mit Evakuierung der kompletten Gäste, beunruhigte zwar den Finanzvorstand, tat aber der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch.

Etwas müde, jedoch sehr motiviert startete der nächste Morgen, an dem die Tagesevents stattfanden. Während einige von uns bei einem Kochevent der Firmen oder beim Bouldern waren, nahm der Großteil von uns bei der Stadtrallye in der Frankfurter Innenstadt teil. Dabei kam vor allem der Spaßfaktor nicht zu kurz. Daran anschließend fand ein Startup-Pitch statt, bei dem fünf Jungunternehmer ihre Firmen vorstellten und Fragen der Kongressteilnehmer beantworteten. Besonders von ihren ersten Schritten von der Idee bis zur Gründung und ihren Erfahrungen seitdem konnten wir sehr viel lernen. Bei dem folgenden JE2JE-Austausch konnten wir außerdem unsere Best-Practices weitergeben und gleichzeitig viel Input von anderen JEs mitnehmen. Bei der Mottoparty am Abend, die in einem alten Güterbahnhof stattfand, wurde jeder JE ein individuelles Motto zugewiesen. Wir als alt eingesessener Hogwarts-Campus in der Nähe von Augsburg vertraten natürlich das Motto Harry Potter, entsprechend mit Kostüm und eigenem Song, während andere JEs als Spice Girls, James Bond oder ACDC verkleidet waren.

Nachdem wir am Sonntag gleich in der Früh aus dem Hotel ausgecheckt sind, fand bis zum späten Nachmittag das Abschlussplenum statt, an dem auch der neue BDSU-Vorstand gewählt wurde. Gegen 16 Uhr traten wir dann den Heimweg an. Ob mit dem Bus, dem Auto oder dem Zug, allen fiel es wohl schwer, Frankfurt mit seinem noblen Bankenviertel und dem herausgeputzten Unicampus zu verlassen.

Insgesamt wurden von dem BDSU-Frühjahrskongress wohl alle Erwartungen erfüllt und der nächste Besuch in Frankfurt wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Vielen Dank an das Ausrichterteam von GREEN finance consulting sowie allen Helfer für den sehr gelungenen Kongress!

Inside JMS: Consulting im Hoodie

Dominic Messner ist aus dem Alltag bei JMS nicht rauszudenken. Neben mehreren erfolgreich abgeschlossenen externen Projekten ist er auch intern als Projektleiter, Controller und Seniorsprecher ein außerordentlich aktives Mitglied. Verdienterweise wurde er diesen Monat zum ersten Senior Consultant seit Einführung unseres Karrieresystems ernannt. Dominic studiert den für Berater eher untypischen Studiengang Geografie. Auch stehen Hemd und Krawatte bei ihm nicht im täglichen Dresscode. Trotzdem hat es ihn in die studentische Unternehmensberatung gezogen und er hat mit seinem Engagement JMS mitgestaltet.

  • Du bist jetzt schon ein paar Jahre bei JMS. Hat sich der Verein seit deiner Anfangszeit verändert?

Ich finde der Verein hat sich, seit ich Mitglied bin, durchaus verändert. Durch die Umstellung von Diplom auf Bachelor und Master hat sich die durchschnittliche Verweilzeit der Mitglieder nicht unmerklich verringert. Der Wissensaustausch wurde früher sehr stark beim Bier nach der MoSi und auf Projekten gelebt. Mittlerweile haben wir aber durch die Einführung der Expertenausbildung in den Kompetenzcentern einen Weg gefunden, wie wir das Ganze beschleunigen können. Trotzdem kommt der Austausch bei einem gemütlichen Bier nach unseren Treffen natürlich nicht zu kurz.

  • Wie war deine persönliche (interne) Entwicklung bei JMS?

Meine persönliche Weiterentwicklung war stark davon geprägt, dass ich in den ersten beiden Jahren mit strategisch wichtigen Projekten und Aufgaben ins kalte Wasser geworfen wurde. Das waren unter anderem die Teil-Organisation des Herbstkongresses in Augsburg, die strategische Neuausrichtung der Beratungsfelder sowie das Senioramt. Meist habe ich meinen kleinen Finger angeboten und sehr schnell wurde nach der ganzen Hand gegriffen. Im Nachhinein bin ich den Schuldigen dafür sehr dankbar, da ich mich in dieser Zeit sehr stark weiterentwickeln konnte und mittlerweile vor keinen Aufgaben, egal wie herausfordernd, mehr zurückschrecke.

  • Wie viele externe Projekte hast du gemacht, was für welche waren das und was haben sie dir gebracht?

Insgesamt komme ich auf fünf externe Projekte. Drei meiner fünf Projekte habe ich für Holzmann Medien absolviert, zwei der drei Projekte als Projektleiter. Alle fünf Projekte hatten ihren eigenen speziellen Charakter. Am Meisten weitergebracht hat mich jedoch sicherlich der Chef-Kombi 2017 bei dem ich als Projektleiter über den Zeitraum eines knappen Jahres mit der Ansprechpartnerin bei Holzmann Medien zusammenarbeiten durfte. Dabei  war die Präsentation der Projektergebnisse, im Rahmen der IAA, eine tolle Bestätigung der Projektarbeit. Die Präsentation wurde vom Geschäftsführer von Holzmann Medien vor wichtigen Vertretern der Automobilhersteller sowie dem Geschäftsführer des VDA (Verband der Automobilindustrie) gehalten. Zusätzlich konnte ich den Nachmittag noch für einen Besuch auf der IAA nutzen.

  • Warum bist du schon so lange bei JMS?

Ich bin eines der am längsten aktiven Mitglieder, da ich meine Prioritäten auf JMS fokussiert habe und dadurch einen großen Teil meiner Zeit in JMS investiert habe. Das hat hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen hat mich die Kombination aus internen Projekten, externen Projekten und Vereinsleben überzeugt, die man so bei Praktika oder Werkstudentenstellen nicht erfährt. Zum anderen sehe ich den Mehrwert in meinem Studium nicht wirklich und studiere eigentlich nur noch, um am Ende ein Papier in den Händen zu halten, auf dem M.Sc. steht.

  • Um Senior Consultant zu werden „musstest“ du das erste Mal zu einem BDSU Kongress mitfahren. Wie hat dich der BDSU letztendlich doch noch überzeugt?

Die erste Kongresserfahrung habe ich beim Herbstkongress 2014 in Augsburg gemacht, als Leitung für den Bereich Transfer & Logistik. Lange Zeit habe ich die Veranstaltungen gemieden, da ich für mich keinen Mehrwert darin gesehen habe und das Netzwerken nicht zu meinen ausgeprägten Stärken gehört. Der Kongress in München hat mich dann letztendlich doch überzeugt, weil ich mir persönlich vorgenommen hatte, noch mindestens einmal als Teilnehmer ein solches Event zu besuchen und der Jubiläumskongress bot sich natürlich gut an. Zudem sind einige Mitglieder, mit denen ich im Verein und privat viel zu tun habe, vom BDSU-Spirit infiziert und haben noch den letzten Rest an Überzeugungsarbeit geleistet, der notwendig war, um mich dieses Mal zu bewerben.

Zu der Kongresserfahrung selbst kann ich größtenteils Positives berichten. Unter anderem konnte ich mir das gewünschte Praktikum an Land ziehen, aber auch die Veranstaltungen und Workshops für sich waren sehr gelungen. Nicht nur, aber auch beim Rauchen habe ich dann schnell einige Studenten anderer JEs kennengelernt und konnte das Event zum Netzwerken nutzen. Lediglich das eigene Glas vor dem Beschuss mit Golfbällen zu schützen hat beim Galadinner leider nicht so gut geklappt …
(Für alle, die nicht in einer studentischen Unternehmensberatung sind: Bei BDSU-Events gibt es die Tradition, dass man sein Glas komplett austrinken muss, wenn es jemand schafft, einen Golfball hineinzuwerfen.)

  • Siehst du als erster Senior Consultant von JMS optimistisch in die Zukunft von JMS/ wo siehst du Herausforderungen?

Ich bin durchwegs optimistisch. Das mehr als 25-jährige Bestehen beweist, dass der Verein noch jede Hürde gemeistert hat. Ich habe immer wieder erlebt, dass es schwierige Situation zu bewältigen gab. Doch dann haben sich immer Mitglieder oder Vorstände die Ärmel hochgekrempelt und sich in die Arbeit gestürzt. Solange wir motivierte Mitglieder haben, wird JMS auch in Zukunft bestehen!

Aktuell sehe ich den Verein aber durch die Einführung des Karrieresystems und der Kompetenzcenter sehr gut für die Zukunft aufgestellt und bin gespannt zu sehen, wie er sich weiterentwickelt.

  • Wo wirst du deinen Hoodie in den nächsten Jahren tragen?

Normalerweise heißt es immer „Kleider machen Leute“. In meinem Fall habe ich die Kleidung etabliert. Zu besonderen Anlässen, wie der Seniorrunde, wird auch mal der Onesie ausgepackt. Im Hoodie wird man mich zukünftig weiterhin überall antreffen, vor allem auf den Alumni-Treffen, die ich nach meiner aktiven Zeit besuchen werde. Nur bei der Arbeit  wird man mich wohl nicht mehr im Hoodie antreffen.

Inside JMS: Sommertief? – Nicht bei JMS Augsburg e.V.

Es kommt einem so vor, als wäre es erst gerade eben gewesen, dass das Sommersemester an der Universität Augsburg und damit das neue Amtsjahr bei JMS Augsburg e.V. begann. Auf unserer Jahreshauptversammlung im Mai wurden 20 Juniors als neue Mitglieder aufgenommen. Der Frauenanteil von über 50 Prozent zeigt deutlich, dass Unternehmensberatung und Management schon lang keine Männerdomänen mehr sind. Die Wahl des neuen Vorstandsteams, bestehend aus Leon Gärtner, Lisa Symanek, Cora Casimir, Taiba Ali und Irma Lüling, spiegelt diesen Trend wider. Hoch motiviert starteten sie in das neue Amtsjahr 2017/18 und verbesserten als erste Amtshandlung die internen Vereinsstrukturen. Die Ressorts wurden in verschiedene Managementbereiche untergliedert, sodass jedes Mitglied einen direkten Aufgabenbereich zugeordnet wurde. Mit dem neuen Amtsjahr begann auch ein internes Großprojekt, durch welches die Ausbildung bei JMS Augsburg e.V. individueller und spezialisierter ablaufen soll und die Mitglieder zugleich ein Karrieresystem durchlaufen werden. Auf das Ergebnis dieses Projekts könnt ihr gespannt sein!

In Atem gehalten hat uns dieses Sommersemester auch ein externes Großprojekt, bei dem zeitweise über 15 Berater von JMS Augsburg e.V. beschäftigt waren. Dabei konnten wir unser Produktportfolio aufbessern und an einigen Punkten vertiefen. Das stellte uns vor spannende Herausforderungen und uns wurde vor Augen geführt, wie viel gutes Zeitmanagement wert ist, um Universität und Beratung unter einen Hut zu bekommen.

Unser Hauptaugenmerk lag auch im Sommersemester wieder auf der Aus- und Weiterbildung unserer Mitglieder. Spannende Workshops in Kooperation mit unseren externen Kuratoren PwC und NTT Data rundeten das interne Schulungsangebot ab.

Höhepunkt am Ende des Semesters war wie jedes Jahr unser Sommerfest. Bei einer vielfältigen kulinarischen Auswahl vom Grill und Bowle haben wir das gemütliche Beisammensein genossen. Zu späterer Stunde wurde am Lagerfeuer unter Gitarrenbegleitung gesungen und der JMS-Beerpong-Champion gekürt. Es ist immer wieder ein schönes und prägendes Erlebnis nach arbeitsreichen Wochen mit den Vereinsmitgliedern als Freunde den Semesterabschluss zu feiern.

Wir starten nun voller Zuversicht in die vorlesungsfreie Zeit und jeder kann gespannt sein, wie sich die Projekte von JMS in den nächsten Monaten weiterentwickeln.

Inside JMS: Interview mit Maximilian Scholze, 1.Vorstand Öffentlichkeitsarbeit

3 Fragen an Maximilian Scholze, 1. Vorsitzender Öffentlichkeitsarbeit von JMS Augsburg e.V.


Dein Geographiestudium hat an sich wenig mit Unternehmensberatung zu tun. Inwiefern glaubst du hat dir dein Vorstandsamt trotzdem etwas gebracht? Und würdest du Exoten empfehlen sich bei JMS einzubringen?

Auf den ersten Blick hat Geographie wenig mit Unternehmensberatung zu tun, das stimmt. Aber ein Vorstandsamt bringt einen selbst in der persönlichen Entwicklung enorm weiter. Ich habe in meiner Zeit als 1. Vorsitzender viel über Zeitmanagement und Priorisierung von Aktivitäten gelernt und es war nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bringen (lacht). Als sogenannter „Exot“ kämpft man immer mit Klischees und damit, dass man keinen wirtschaftlichen Hintergrund hat. Studenten aus wirtschaftsfernen Studiengängen dürfen und sollen sich im Verein einbringen und erfahren so erste wichtige Praxiserfahrungen fürs spätere Berufsleben durch interne und externe Projekte. Man kann bei uns zeigen, dass man mehr ist als ein Studiengang. Gerade „Exoten“ haben viele Referate im Studium. Bei JMS habe ich gelernt regelmäßig vor einem großen Plenum zu präsentieren und mit Feedback umzugehen.

Was waren deine Erwartungen bevor du 1. Vorsitzender geworden bist? Und haben sie sich bestätigt oder gab es Überraschungen?

Ich hatte vor allem Erwartungen an mich selbst. Durch mein Vorstandsamt habe ich mir erhofft meine Skills weiterzuentwickeln, seien es Soft Skills, Präsentationen oder PR und Marketing im fachlichen Bereich. Ich wollte die Möglichkeit nutzen, einen Verein strategisch weiterzuentwickeln und sah das Amt als Chance, mich vor dem Berufsalltag in einer Führungsposition auszuprobieren, Führungsstärke zu entwickeln und das Arbeiten in einem Team zu verbessern. Dabei wurden meine Erwartungen zum Teil bestätigt. Meine Soft Skills habe ich auf jeden Fall gestärkt. Auch die strategische Weiterentwicklung des Vereins lief in etwa so wie ich mir das vorgestellt habe, aber gibt es immer Dinge, die nicht ganz nach Plan laufen. Man geht davon aus, dass man strategische Arbeit leisten und relativ viel delegieren kann, am Ende muss man jedoch trotzdem viel Zeit für operative Sachen in Anspruch nehmen. Die Zeit war knapper als gedacht, ein Jahr kam mir so vor wie ein halbes (lacht).

Und gab es Überraschungen? Mittlerweile schaffe ich in kürzester Zeit mehr als ich mir selbst zugetraut hatte. Außerdem kann ich unerwartet gut mit Gegenwind umgehen. Aber so viel Überraschungen gabs eigentlich nicht, da die Übergabe durch meinen Vorgänger Dominik Buss sehr ausführlich war und er mir in den ersten zwei Monaten als Tandempartner zur Verfügung stand. So stand ich von Anfang an auf einem gesunden Standbein und wusste früh was auf mich zukommt. Es gab wenig Überraschungen im negativen Sinne aber dafür ein paar sehr positive.

Dein Vorstandsamt ist nun bald vorbei. Was würdest du dem neuen 1V mit auf den Weg geben wollen?

Lauf so lange du noch kannst. Nein im Ernst. Lauf wirklich (lacht). Spaß beiseite, solche Chancen, vor allem während dem Studium, bekommt man nicht alle Tage. Es ist eine unglaubliche Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Die Erfahrung die ich gesammelt habe ist, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen soll. So läuft vieles einfacher und man ist viel entspannter. Es ist für mich ziemlich egal, was andere von mir halten, solange ich selbst mit meiner Arbeit zufrieden bin. Es hilft immens, Sachen nicht an sich ranzulassen, wenn mal irgendetwas nicht so funktioniert, wie sich das Andere oder man selbst es sich vorgestellt haben. Man steht darüber und „macht weiter sein Ding“ und wenns am Ende funktioniert, ist das super und wenns am Ende so funktioniert, dass ich zufrieden bin, ist es überragend.

Im Großen und Ganzen war es ein unglaublich lehrreiches Jahr und ich kann es jedem nur ans Herz legen, diese Chance zu ergreifen.

Marina Knötzinger

Inside JMS: Vom Nerd zur Führungskraft mit JMS

Ein Beitrag von Benedikt Putz, BDSU Vorstand Finanzen & Recht und JMS Alumnus

Als ich zu Beginn des ersten Semesters auf der Initiativenstraße den Stand von JMS Augsburg sah, wäre ich fast daran vorbeigelaufen – Unternehmensberatung war für mich nicht mehr als ein abstraktes Konzept aus den ungeliebten BWL-Vorlesungen. Doch zum Glück kam alles ganz anders: Isabella Wagner, damals HR-Vorstand bei JMS, sprach mich auf einen Sekt an und wenige Wochen später bewarb ich mich um eine Aufnahme bei der Studentischen Unternehmensberatung der Universität Augsburg.

Als introvertierter Wirtschaftsinformatik-Student hatte ich es im Assessment Center nicht einfach. Meine Präsentationsfähigkeiten waren unterirdisch, in den Workshops kam ich kaum zu Wort und auch mein Lebenslauf war im ersten Semester noch spärlich bestückt. Ganz zu Schweigen vom äußeren Auftreten: Übergroßes Hemd, Nerd-Frisur und Harry-Potter-Brille komplettierten das Klischee des Informatik-Studenten. Letzten Endes schaffte ich dann aber dank meiner analytischen Fähigkeiten in der Case Study mit Müh und Not die erste Hürde im Aufnahmeprozess und wurde als Junior bei JMS aufgenommen.

Im Laufe meiner Anwärterphase hatte ich dann Gelegenheit, den Verein näher kennenzulernen und erste vereinsinterne Projekterfahrung zu sammeln. Nach meinem ersten BDSU Kongress in Hannover und meiner Aufnahme als Mitglied war dann Anfang 2013 sogar die Motivation da, für das Vorstandsamt Qualitäts- und Wissensmanagement zu kandidieren. Die Wahl gewann dann aber mit knappem Vorsprung Thomas Degenhard, der zum damaligen Zeitpunkt auch aufgrund seiner Lebenserfahrung besser für das Amt geeignet war.

Die verlorene Wahl motivierte mich jedoch umso mehr, meine Fähigkeiten bei JMS unter Beweis zu stellen. Im Winter 2013 strukturierte ich die damals aufgrund mangelnder IT-Kompetenzen im Verein brachliegende IT von Grund auf neu. Dazu gehörte auch ein Hosting-Provider-Wechsel und die Einführung von Office365 in Zusammenarbeit mit dem BDSU. In dieser Zeit stand ich in intensivem Austausch mit dem Leiter der IT-Stabsstelle des BDSU Christoph Strauß. Er motivierte mich kurz darauf auch Anfang 2014, mich im BDSU in der Stabsstelle IT zu engagieren. Dieser kleine, aber entscheidende Schritt stellte den Beginn eines extrem anspruchsvollen und lehrreichen Jahrs für mich dar.

Im Februar erklärte ich mich zusammen mit Maximilian Ullrich, Benedikt Stenzel und Sabrina Spinnler bereit, die Ausrichtung des BDSU Herbstkongresses 2014 in Augsburg als Kernteam zu übernehmen. Im April wurde ich dann einstimmig zum Vorstand Qualitäts- und Wissensmanagement bei JMS gewählt. Im Herbst entwickelte ich dann gemeinsam mit der Stabsstelle IT die Webanwendung für die BDSU Treffenanmeldung, die heute noch so verwendet wird. Lange Rede, kurzer Sinn: Parallel zu Studium und Werkstudentenjob konnte ich in dieser Zeit bei JMS wertvolle Praxiserfahrung sammeln wie sonst nirgends. Die erfolgreiche Ausrichtung des Herbstkongresses im November 2014 war zwar eine enorme Herausforderung mit vielen Höhen und Tiefen, aber am Ende des Tages hat der gesamte Verein davon profitiert.

Auf dem BDSU Frühjahrskongress in Nürnberg wurde ich dann vom BDSU Vorstand mit dem erstmals verliehenen BDSU Award ausgezeichnet. Der Award zeigt, was die Arbeit in einer Studentischen Unternehmensberatung so motivierend macht: Nicht nur kann man Praxiserfahrung für den eigenen Lebenslauf sammeln, sondern die eigene Arbeit wird in einer Form wertgeschätzt, die man oft in traditionellen Unternehmen und Unternehmensberatungen vermisst.

Mit dem Frühjahrskongress 2015 übernahm ich dann auch die Leitung der Stabsstelle IT im BDSU. Die Leitung eines kleinen IT-Teams bereitete mich gut auf die spätere Rolle als Vorstand vor. Ein Jahr darauf wurde ich dann auch auf dem Frühjahrskongress 2016 in Münster zum Vorstand für Finanzen und Recht gewählt – eine enorm spannende Führungserfahrung auf Bundesebene, die ich jedem nur weiterempfehlen kann. Überzeugt hatte mich dazu unter anderem mein langjähriger JMS-Kollege Frederick Moser, der bereits im letzten Inside JMS von seinen Erfahrungen berichtet hat (Inside JMS: Interview mit Frederick Moser).

Zur selben Zeit beendete ich auch mein Studium in Augsburg, um für mein Master-Studium nach Regensburg zu ziehen. Nach dreieinhalb Jahren bei JMS blicke ich zurück auf eine wundervolle Zeit. Neben den geschilderten internen Tätigkeiten hatte ich auch die Gelegenheit, drei externe Projekte für Unternehmen zu absolvieren. Was aber noch viel wichtiger ist: Bei JMS habe ich mir nicht nur ein weitreichendes Netzwerk an Kontakten aufbauen können, sondern auch unzählige Freunde fürs Leben gefunden. Das spannende ist hier auch, dass man mit vielen Leuten aus ganz anderen Studiengängen in Kontakt kommt, denen man sonst wahrscheinlich nie begegnet wäre.

In meiner Zeit als BDSU Vorstand konnte ich viele der bei JMS erworbenen Erfahrungen wieder einsetzen: Sei es bei der Teamarbeit im Vorstand, bei Präsentationen vor dem Plenum mit 400 Personen auf den Treffen oder in der Ressortarbeit. Überall finden sich Parallelen, die so nicht nur im BDSU, sondern auch später im Beruf anwendbar sein werden. Aus diesem Grund bin ich extrem dankbar für meine Zeit bei JMS und die einzigartige Entwicklungsmöglichkeit, die der Verein mir und jedem anderen bietet.