Persönliche Erfahrungen bei JMS

Der Beginn des neuen Wintersemesters bedeutet für uns bei JMS Augsburg e.V. eine neue Phase, in der unser Human Resources Team aktiv wird, um interessierte Studenten als neue Bewerber für die anstehende Juniorphase zu gewinnen. In diesem Zusammenhang haben sich mehrere Mitglieder mit den Fragen „Was bedeutet JMS für dich?“ und „Was sind besondere Erinnerungen, die du mit JMS Augsburg verbindest?“ auseinandergesetzt.

Aaron (Wirtschaftsinformatik): „JMS bedeutet für mich Open-World Gameplay. Als Wirtschaftsinformatiker habe ich bei JMS einige riesige Chancen. Beispielsweise baue ich mit meinem Team gerade ein Kompetenzcenter für Digitalisierung auf, hier vertiefen wir unter anderem unser Know-How in Gamification. Die Möglichleiten, die JMS einem bietet, gehen wesentlich über das Angebot der Universität hinaus. Die gesammelte Erfahrung in der Zeit als studentischer Unternehmensberater ist um einiges wertvoller als alle Kurse an der Uni. Meine wohl besten Erfahrungen habe ich bisher auf dem Frühjahreskongress des BDSU in Siegen gesammelt. Die Zeit auf dem Kongress war wirklich einzigartig. Die Firmenworkshops, die Firmenkontaktmesse, der Cocktailworkshop und die Abendevents sind und bleiben mir unvergessliche Erinnerungen.“

Lisa (BWL): „Für mich ist JMS ein Zusammenspiel aus Geben und Nehmen, Professionalität und Spaß, Kollegen und Freunden, Projekten und gemeinsamen Erlebnissen, und ein Lernen in allen Lebensbereichen. Eine besondere JMS-Erinnerung ist für mich die Weihnachtsfeier, bei der wir als neue Juniors schon sehr in das Vereinsleben integriert wurden. Zum einen durch die Möglichkeit, unser Organisationstalent unter Beweis stellen zu dürfen, und zum anderen, weil wir die „JMS-Social“ – Seite kennenlernen konnten.“

Leon (Wirtschaftsingenieurwesen): „Sich bei JMS zu engagieren bedeutet, seine eigene Komfortzone zu verlassen. JMS bietet mir dabei ein einzigartiges Umfeld, durch immer neue Ziele und Herausforderungen Führungskompetenz zu erlangen. Rückblickend bin ich immer noch erstaunt, was ich innerhalb eines knappen Jahres für einen Sprung in meiner persönlichen Entwicklung gemacht habe. Besonders viel Potenzial hat für mich persönlich das internationale Netzwerk von JMS. „Wie sonst kommt man als Student in direkten Kontakt mit CEOs? Wie sonst kann man in einem internationalen Team Verantwortung für einen europaweiten Dachverband in Brüssel übernehmen?“ All diese Türen stehen einem vom ersten Tag an bei JMS offen – unter einer Bedingung – sich von der täglichen Routine als Student zu lösen und aktiv zu werden!“

Edosa (BWL): „JMS bedeutet für mich, interessante Menschen kennenzulernen, von denen man viel lernen kann. Außerdem steht JMS in meinen Augen für konstante Verbesserung und den Willen nach mehr. Das erste Mal im Anzug beim Kunden zu sein und eine professionelle Vorstellung der eigenen Arbeit unter kritischer Beobachtung des ganzen Vereins zu halten, waren besondere Erinnerungen.“

Cora (Global Business Management): „JMS bedeutet, vor Herausforderungen gestellt zu werden und diese zu meistern, Chancen zu bekommen und diese zu nutzen. Methodisch, menschlich sowie fachlich haben ich die letzten Monate bei JMS so viel lernen können. Es ist eigentlich die Gesamtheit der besonderen Erinnerungen, die mich immer wieder überrascht. JMS bietet einem so viele Möglichkeiten, man muss sie nur wahrnehmen und schon knüpft man tolle Freundschaften, baut sich ein vielschichtiges Netzwerk auf, bekommt einen Einblick in den Berateralltag und kann schon früh herausfinden, welche fachliche Richtung einem liegt. JMS hat mir gezeigt, welche Berufsperspektive ich mit den theoretischen Inhalten des Studiums habe. Ohne diesen Einblick hätte ich wahrscheinlich meinen Studiengang gewechselt.“

Helena (iBWL): „JMS bedeutet für mich, mehr aus meinem Lebenslauf zu machen als nur „Student“ gewesen zu sein; die Studentenzeit mit etwas Sinnvollem ergänzt zu haben. Eine besondere Erinnerung war die erste Abendveranstaltung auf dem von JMS Augsburg ausgerichteten BDSU-Kongress in der Kälberhalle, die ein voller Erfolg war und wie die Teilnehmer glücklich und satt bis in die Morgenstunden getanzt haben. Von der Empore aus konnte man das Treiben beobachten, der erste Teamerfolg nach monatelanger Planung.“

Simon (Global Business Management): „JMS bringt mich mit ehrgeizigen Gleichgesinnten zusammen und beschleunigt durch umfassende Unternehmenskontakte schon jetzt die Karriere. Ein super Freundeskreis neben der Uni! Eine besondere Erinnerung war nach dem Abschluss unseres Pro Bono Projekts beim Stadt-Jugend-Ring Augsburg, dort konnten wir unsere Ergebnisse erfolgreich auf dessen Mitgliederversammlung vorstellen. Dabei war es schön zu sehen, wie sehr unsere gemeinnützige Arbeit im Anschluss geschätzt wurde und der Kunde seinen Dank zum Ausdruck brachte.“

Anna (Global Business Management): „JMS ist für mich zum einen ein unglaublicher Wissens- und Erfahrungspool. Innerhalb der Projekte und Workshops bekommt man Einblicke in bspw. Unternehmensabläufe, die die Uni nicht bieten kann. Zum anderen ist es aber auch eine Quelle für Freundschaften und Networking. Selbst wenn man die Leute nicht kennt, kann man immer mit Fragen an sie herantreten. Mit dieser Freundschaft hat auch eine besondere Erinnerung zu tun: Vor über einem Jahr war ein Mitglied mit einer fiesen Erkrankung im Krankenhaus. Bei einem unserer Besuche erklärte er uns, dass er gerne mit zum Sommerfest kommen wolle, einfach um den Kopf frei zu bekommen. Also haben wir alles so organisiert, dass wir ihn aus dem Krankenhaus abholen konnten und mit zum Grillen an den Kuhsee nehmen konnten. Die Erinnerung, wie krank er aussah als wir ankamen und wie gut und kräftig als wir nach 2-3h wieder gegangen sind, werde ich nie vergessen. Das gemeinsame Feiern und Lachen ist definitiv ein großer Pluspunkt von JMS.“

Alena (Wirtschaftsingenieurwesen): „JMS bedeutet für mich, keine Chance ungenutzt zu lassen und sich von der Masse abzuheben. Außerdem auch, über den Tellerrand zu blicken und neue Bereiche kennenzulernen, sowie viele interessante Studenten aus unterschiedlichsten Fachgebieten. Eine besondere Erinnerung ist für mich ein Nachmittag auf dem Cannstatter Wasen, den wir mit einigen Mitgliedern nach dem Arbeiten auf einem externen Projekt vor Ort in allen Zügen genossen haben. Solche ausgelassenen Abende zeigen, dass sich harte Arbeit auszahlt.“

Valentin (Geschichte und Philosophie): „Zum einen bedeutet JMS für mich natürlich ein Karrieresprungbrett. JMS bietet mir die Möglichkeit mich auszuprobieren, so meine Stärken zu finden und ein starkes, nachhaltiges Netzwerk aufzubauen. Zum anderen bedeutet JMS für mich Kameradschaft und Freundschaft. Für mich ist es einzigartig im studentischen Umfeld so viele motivierte und engagierte junge Menschen an einem Strang ziehen zu sehen und somit gemeinsam großartige Erfolge zu erzielen. Zwei besondere Erinnerungen die ich mit JMS verbinde, beziehen sich auf die Aufnahme von Anwärtern in den Verein. Ich spüre noch heute die Erleichterung und den Stein, der mir vom Herzen fiel, als mir mitgeteilt wurde, dass ich die Juniorphase erfolgreich abgeschlossen hatte und nun offizieller JMS Berater war. Genauso spannend war dann auch mein Senioramt, bei dem ich Anwärter über die komplette Juniorphase hinweg begleitet habe und sowohl erster Ansprechpartner, als auch stiller Beobachter der Fortschritte der Juniors sein durfte. Natürlich werde ich auch die Aufregung und Erwartungsfreude am ersten Tag meines ersten externen Projekts nie vergessen. Die dort gemachten Erfahrungen brachten mich nicht nur auf meinem beruflichen Weg, sondern auch persönlich einen großen Schritt nach vorne.“

Inside JMS: Sommertief? – Nicht bei JMS Augsburg e.V.

Es kommt einem so vor, als wäre es erst gerade eben gewesen, dass das Sommersemester an der Universität Augsburg und damit das neue Amtsjahr bei JMS Augsburg e.V. begann. Auf unserer Jahreshauptversammlung im Mai wurden 20 Juniors als neue Mitglieder aufgenommen. Der Frauenanteil von über 50 Prozent zeigt deutlich, dass Unternehmensberatung und Management schon lang keine Männerdomänen mehr sind. Die Wahl des neuen Vorstandsteams, bestehend aus Leon Gärtner, Lisa Symanek, Cora Casimir, Taiba Ali und Irma Lüling, spiegelt diesen Trend wider. Hoch motiviert starteten sie in das neue Amtsjahr 2017/18 und verbesserten als erste Amtshandlung die internen Vereinsstrukturen. Die Ressorts wurden in verschiedene Managementbereiche untergliedert, sodass jedes Mitglied einen direkten Aufgabenbereich zugeordnet wurde. Mit dem neuen Amtsjahr begann auch ein internes Großprojekt, durch welches die Ausbildung bei JMS Augsburg e.V. individueller und spezialisierter ablaufen soll und die Mitglieder zugleich ein Karrieresystem durchlaufen werden. Auf das Ergebnis dieses Projekts könnt ihr gespannt sein!

In Atem gehalten hat uns dieses Sommersemester auch ein externes Großprojekt, bei dem zeitweise über 15 Berater von JMS Augsburg e.V. beschäftigt waren. Dabei konnten wir unser Produktportfolio aufbessern und an einigen Punkten vertiefen. Das stellte uns vor spannende Herausforderungen und uns wurde vor Augen geführt, wie viel gutes Zeitmanagement wert ist, um Universität und Beratung unter einen Hut zu bekommen.

Unser Hauptaugenmerk lag auch im Sommersemester wieder auf der Aus- und Weiterbildung unserer Mitglieder. Spannende Workshops in Kooperation mit unseren externen Kuratoren PwC und NTT Data rundeten das interne Schulungsangebot ab.

Höhepunkt am Ende des Semesters war wie jedes Jahr unser Sommerfest. Bei einer vielfältigen kulinarischen Auswahl vom Grill und Bowle haben wir das gemütliche Beisammensein genossen. Zu späterer Stunde wurde am Lagerfeuer unter Gitarrenbegleitung gesungen und der JMS-Beerpong-Champion gekürt. Es ist immer wieder ein schönes und prägendes Erlebnis nach arbeitsreichen Wochen mit den Vereinsmitgliedern als Freunde den Semesterabschluss zu feiern.

Wir starten nun voller Zuversicht in die vorlesungsfreie Zeit und jeder kann gespannt sein, wie sich die Projekte von JMS in den nächsten Monaten weiterentwickeln.

Inside JMS: Rückblick auf meine Juniorphase bei JMS Augsburg


Nun kurz vor Ende meiner Juniorphase blicke ich noch einmal zurück auf dieses halbe Jahr voller Teamwork, Spaß und neuen Erfahrungen.

Die Bewerbung

Zu Beginn meiner Studentenlaufbahn war ich mir einer Sache sehr bewusst: Ich muss etwas neben der Uni machen, was mich fordert und mir etwas zurückgibt. Es war mir wichtig, mich neben dem Studium zu engagieren. In der Orientierungsphase, der Einführungswoche der Fakultät, kam es dann zum ersten Kontakt mit JMS Augsburg auf der Initiativenstraße, wo verschiedene Mitglieder von JMS Augsburg e.V. den Erstis das Konzept von JMS nahelegten. Zwar war mein Interesse geweckt, jedoch war ich mir erst unsicher, ob der Verein wirklich das Richtige für mich ist. Beim Infoabend wurde mein Interesse dann jedoch weiter vorangetrieben, da mich das sichere und professionelle Auftreten der vorstellenden Mitglieder bzw. Alumni sehr ansprach und motivierte. Ich dachte mir: „So will ich auch mal präsentieren können!“, weshalb ich mich sofort an die Bewerbung für die Workshoptage machte. Während der Workshoptage, warteten verschiedene Aufgaben auf uns Bewerber. Zusammen im Team konnten wir diese gut lösen und erfreulicherweise wurde das Team, in dem ich an dem Tag arbeitete, sogar komplett aufgenommen.

Der JMS-Alltag

Nun war ich ein Junior! Es folgten die ersten Schritte im neuen Umfeld, mit neuen Leuten und neuen Erfahrungen. Jede Woche montags finden Sitzungen statt, in denen der Vorstand die aktuellen Belange des Vereins den Mitgliedern und Juniors näherbringt. Das war erstmal neu, aber auch sehr interessant und informativ. Vor allem war es sehr beeindruckend zu sehen, wie sicher die Mitglieder auftreten können, die erst ein Jahr bei JMS sind und das zeigte mir, dass ich das auch erreichen kann. Es wurden verschiedenste Veranstaltungen organisiert, wie z.B. die Weihnachtsfeier, wo man in gelassener Runde den Juniors und den Mitgliedern näherkommt, sowie das PräTek-Wochenende, wo man ein Wochenende zusammen verbringt, viel über Präsentationstechniken lernt, aber auch eine Menge Spaß mit den neu kennengelernten Leuten hat. Gerade bei Letzterem konnte ich viel mitnehmen, denn man hält an diesem Wochenende zahlreiche Präsentationen und bekommt konstruktives Feedback von sehr erfahrenen Mitgliedern, wodurch man Ticks und Fehler bemerkt, die man sonst nie erkannt hätte.

Das Juniorprojekt

Die größte Mühe floss in der Zeit in das Juniorprojekt, welches jeder Junior erfolgreich abschließen muss, um aufgenommen zu werden.  Mein Projekt hieß „Analysen und Umfragen“, in dem die Aufgabe darin bestand, ein Schulungskonzept über verschiedene Analysearten und Umfragemethoden zu erstellen und eine Schulung zu halten. Zusammenfassend hat es Mühe gekostet – gerade in Zeiten, in denen gutes Zeitmanagement gefordert war – jedoch kann man so mit Stolz auf das Geschaffte zurückblicken.

Ré­su­mé

Hat es sich gelohnt bei JMS anzufangen? Auf jeden Fall! Obwohl man viel Zeit in den Verein investieren muss, lernt man in kürzester Zeit so viel, was einen persönlich und beruflich weiterbringt. Von Präsentationstechniken zu selbstbewusstem Auftreten bis hin zu Consulting Skills, die Spanne an Entwicklungsbereichen ist schier grenzenlos. Für die Zeit, die man bei JMS investiert, erhält man im Gegenzug positive Lerneffekte, auf vielen verschiedenen Ebenen. Dabei liegt es an jedem Einzelnen, seine Motivation einzubringen und die persönlichen Ziele zu verfolgen, um die bestmöglichste Version von sich selbst zu werden. Denn wie überall im Leben: so viel wie man gibt, bekommt man auch zurück.

 

 

Ein Beitrag von Edosa Godwin.

 

Inside JMS: Interview mit Maximilian Scholze, 1.Vorstand Öffentlichkeitsarbeit

3 Fragen an Maximilian Scholze, 1. Vorsitzender Öffentlichkeitsarbeit von JMS Augsburg e.V.


Dein Geographiestudium hat an sich wenig mit Unternehmensberatung zu tun. Inwiefern glaubst du hat dir dein Vorstandsamt trotzdem etwas gebracht? Und würdest du Exoten empfehlen sich bei JMS einzubringen?

Auf den ersten Blick hat Geographie wenig mit Unternehmensberatung zu tun, das stimmt. Aber ein Vorstandsamt bringt einen selbst in der persönlichen Entwicklung enorm weiter. Ich habe in meiner Zeit als 1. Vorsitzender viel über Zeitmanagement und Priorisierung von Aktivitäten gelernt und es war nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bringen (lacht). Als sogenannter „Exot“ kämpft man immer mit Klischees und damit, dass man keinen wirtschaftlichen Hintergrund hat. Studenten aus wirtschaftsfernen Studiengängen dürfen und sollen sich im Verein einbringen und erfahren so erste wichtige Praxiserfahrungen fürs spätere Berufsleben durch interne und externe Projekte. Man kann bei uns zeigen, dass man mehr ist als ein Studiengang. Gerade „Exoten“ haben viele Referate im Studium. Bei JMS habe ich gelernt regelmäßig vor einem großen Plenum zu präsentieren und mit Feedback umzugehen.

Was waren deine Erwartungen bevor du 1. Vorsitzender geworden bist? Und haben sie sich bestätigt oder gab es Überraschungen?

Ich hatte vor allem Erwartungen an mich selbst. Durch mein Vorstandsamt habe ich mir erhofft meine Skills weiterzuentwickeln, seien es Soft Skills, Präsentationen oder PR und Marketing im fachlichen Bereich. Ich wollte die Möglichkeit nutzen, einen Verein strategisch weiterzuentwickeln und sah das Amt als Chance, mich vor dem Berufsalltag in einer Führungsposition auszuprobieren, Führungsstärke zu entwickeln und das Arbeiten in einem Team zu verbessern. Dabei wurden meine Erwartungen zum Teil bestätigt. Meine Soft Skills habe ich auf jeden Fall gestärkt. Auch die strategische Weiterentwicklung des Vereins lief in etwa so wie ich mir das vorgestellt habe, aber gibt es immer Dinge, die nicht ganz nach Plan laufen. Man geht davon aus, dass man strategische Arbeit leisten und relativ viel delegieren kann, am Ende muss man jedoch trotzdem viel Zeit für operative Sachen in Anspruch nehmen. Die Zeit war knapper als gedacht, ein Jahr kam mir so vor wie ein halbes (lacht).

Und gab es Überraschungen? Mittlerweile schaffe ich in kürzester Zeit mehr als ich mir selbst zugetraut hatte. Außerdem kann ich unerwartet gut mit Gegenwind umgehen. Aber so viel Überraschungen gabs eigentlich nicht, da die Übergabe durch meinen Vorgänger Dominik Buss sehr ausführlich war und er mir in den ersten zwei Monaten als Tandempartner zur Verfügung stand. So stand ich von Anfang an auf einem gesunden Standbein und wusste früh was auf mich zukommt. Es gab wenig Überraschungen im negativen Sinne aber dafür ein paar sehr positive.

Dein Vorstandsamt ist nun bald vorbei. Was würdest du dem neuen 1V mit auf den Weg geben wollen?

Lauf so lange du noch kannst. Nein im Ernst. Lauf wirklich (lacht). Spaß beiseite, solche Chancen, vor allem während dem Studium, bekommt man nicht alle Tage. Es ist eine unglaubliche Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Die Erfahrung die ich gesammelt habe ist, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen soll. So läuft vieles einfacher und man ist viel entspannter. Es ist für mich ziemlich egal, was andere von mir halten, solange ich selbst mit meiner Arbeit zufrieden bin. Es hilft immens, Sachen nicht an sich ranzulassen, wenn mal irgendetwas nicht so funktioniert, wie sich das Andere oder man selbst es sich vorgestellt haben. Man steht darüber und „macht weiter sein Ding“ und wenns am Ende funktioniert, ist das super und wenns am Ende so funktioniert, dass ich zufrieden bin, ist es überragend.

Im Großen und Ganzen war es ein unglaublich lehrreiches Jahr und ich kann es jedem nur ans Herz legen, diese Chance zu ergreifen.

Marina Knötzinger

Inside JMS: Vom Nerd zur Führungskraft mit JMS

Ein Beitrag von Benedikt Putz, BDSU Vorstand Finanzen & Recht und JMS Alumnus

Als ich zu Beginn des ersten Semesters auf der Initiativenstraße den Stand von JMS Augsburg sah, wäre ich fast daran vorbeigelaufen – Unternehmensberatung war für mich nicht mehr als ein abstraktes Konzept aus den ungeliebten BWL-Vorlesungen. Doch zum Glück kam alles ganz anders: Isabella Wagner, damals HR-Vorstand bei JMS, sprach mich auf einen Sekt an und wenige Wochen später bewarb ich mich um eine Aufnahme bei der Studentischen Unternehmensberatung der Universität Augsburg.

Als introvertierter Wirtschaftsinformatik-Student hatte ich es im Assessment Center nicht einfach. Meine Präsentationsfähigkeiten waren unterirdisch, in den Workshops kam ich kaum zu Wort und auch mein Lebenslauf war im ersten Semester noch spärlich bestückt. Ganz zu Schweigen vom äußeren Auftreten: Übergroßes Hemd, Nerd-Frisur und Harry-Potter-Brille komplettierten das Klischee des Informatik-Studenten. Letzten Endes schaffte ich dann aber dank meiner analytischen Fähigkeiten in der Case Study mit Müh und Not die erste Hürde im Aufnahmeprozess und wurde als Junior bei JMS aufgenommen.

Im Laufe meiner Anwärterphase hatte ich dann Gelegenheit, den Verein näher kennenzulernen und erste vereinsinterne Projekterfahrung zu sammeln. Nach meinem ersten BDSU Kongress in Hannover und meiner Aufnahme als Mitglied war dann Anfang 2013 sogar die Motivation da, für das Vorstandsamt Qualitäts- und Wissensmanagement zu kandidieren. Die Wahl gewann dann aber mit knappem Vorsprung Thomas Degenhard, der zum damaligen Zeitpunkt auch aufgrund seiner Lebenserfahrung besser für das Amt geeignet war.

Die verlorene Wahl motivierte mich jedoch umso mehr, meine Fähigkeiten bei JMS unter Beweis zu stellen. Im Winter 2013 strukturierte ich die damals aufgrund mangelnder IT-Kompetenzen im Verein brachliegende IT von Grund auf neu. Dazu gehörte auch ein Hosting-Provider-Wechsel und die Einführung von Office365 in Zusammenarbeit mit dem BDSU. In dieser Zeit stand ich in intensivem Austausch mit dem Leiter der IT-Stabsstelle des BDSU Christoph Strauß. Er motivierte mich kurz darauf auch Anfang 2014, mich im BDSU in der Stabsstelle IT zu engagieren. Dieser kleine, aber entscheidende Schritt stellte den Beginn eines extrem anspruchsvollen und lehrreichen Jahrs für mich dar.

Im Februar erklärte ich mich zusammen mit Maximilian Ullrich, Benedikt Stenzel und Sabrina Spinnler bereit, die Ausrichtung des BDSU Herbstkongresses 2014 in Augsburg als Kernteam zu übernehmen. Im April wurde ich dann einstimmig zum Vorstand Qualitäts- und Wissensmanagement bei JMS gewählt. Im Herbst entwickelte ich dann gemeinsam mit der Stabsstelle IT die Webanwendung für die BDSU Treffenanmeldung, die heute noch so verwendet wird. Lange Rede, kurzer Sinn: Parallel zu Studium und Werkstudentenjob konnte ich in dieser Zeit bei JMS wertvolle Praxiserfahrung sammeln wie sonst nirgends. Die erfolgreiche Ausrichtung des Herbstkongresses im November 2014 war zwar eine enorme Herausforderung mit vielen Höhen und Tiefen, aber am Ende des Tages hat der gesamte Verein davon profitiert.

Auf dem BDSU Frühjahrskongress in Nürnberg wurde ich dann vom BDSU Vorstand mit dem erstmals verliehenen BDSU Award ausgezeichnet. Der Award zeigt, was die Arbeit in einer Studentischen Unternehmensberatung so motivierend macht: Nicht nur kann man Praxiserfahrung für den eigenen Lebenslauf sammeln, sondern die eigene Arbeit wird in einer Form wertgeschätzt, die man oft in traditionellen Unternehmen und Unternehmensberatungen vermisst.

Mit dem Frühjahrskongress 2015 übernahm ich dann auch die Leitung der Stabsstelle IT im BDSU. Die Leitung eines kleinen IT-Teams bereitete mich gut auf die spätere Rolle als Vorstand vor. Ein Jahr darauf wurde ich dann auch auf dem Frühjahrskongress 2016 in Münster zum Vorstand für Finanzen und Recht gewählt – eine enorm spannende Führungserfahrung auf Bundesebene, die ich jedem nur weiterempfehlen kann. Überzeugt hatte mich dazu unter anderem mein langjähriger JMS-Kollege Frederick Moser, der bereits im letzten Inside JMS von seinen Erfahrungen berichtet hat (Inside JMS: Interview mit Frederick Moser).

Zur selben Zeit beendete ich auch mein Studium in Augsburg, um für mein Master-Studium nach Regensburg zu ziehen. Nach dreieinhalb Jahren bei JMS blicke ich zurück auf eine wundervolle Zeit. Neben den geschilderten internen Tätigkeiten hatte ich auch die Gelegenheit, drei externe Projekte für Unternehmen zu absolvieren. Was aber noch viel wichtiger ist: Bei JMS habe ich mir nicht nur ein weitreichendes Netzwerk an Kontakten aufbauen können, sondern auch unzählige Freunde fürs Leben gefunden. Das spannende ist hier auch, dass man mit vielen Leuten aus ganz anderen Studiengängen in Kontakt kommt, denen man sonst wahrscheinlich nie begegnet wäre.

In meiner Zeit als BDSU Vorstand konnte ich viele der bei JMS erworbenen Erfahrungen wieder einsetzen: Sei es bei der Teamarbeit im Vorstand, bei Präsentationen vor dem Plenum mit 400 Personen auf den Treffen oder in der Ressortarbeit. Überall finden sich Parallelen, die so nicht nur im BDSU, sondern auch später im Beruf anwendbar sein werden. Aus diesem Grund bin ich extrem dankbar für meine Zeit bei JMS und die einzigartige Entwicklungsmöglichkeit, die der Verein mir und jedem anderen bietet.