Inside JMS: Interview mit Maximilian Scholze, 1.Vorstand Öffentlichkeitsarbeit

3 Fragen an Maximilian Scholze, 1. Vorsitzender Öffentlichkeitsarbeit von JMS Augsburg e.V.


Dein Geographiestudium hat an sich wenig mit Unternehmensberatung zu tun. Inwiefern glaubst du hat dir dein Vorstandsamt trotzdem etwas gebracht? Und würdest du Exoten empfehlen sich bei JMS einzubringen?

Auf den ersten Blick hat Geographie wenig mit Unternehmensberatung zu tun, das stimmt. Aber ein Vorstandsamt bringt einen selbst in der persönlichen Entwicklung enorm weiter. Ich habe in meiner Zeit als 1. Vorsitzender viel über Zeitmanagement und Priorisierung von Aktivitäten gelernt und es war nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bringen (lacht). Als sogenannter „Exot“ kämpft man immer mit Klischees und damit, dass man keinen wirtschaftlichen Hintergrund hat. Studenten aus wirtschaftsfernen Studiengängen dürfen und sollen sich im Verein einbringen und erfahren so erste wichtige Praxiserfahrungen fürs spätere Berufsleben durch interne und externe Projekte. Man kann bei uns zeigen, dass man mehr ist als ein Studiengang. Gerade „Exoten“ haben viele Referate im Studium. Bei JMS habe ich gelernt regelmäßig vor einem großen Plenum zu präsentieren und mit Feedback umzugehen.

Was waren deine Erwartungen bevor du 1. Vorsitzender geworden bist? Und haben sie sich bestätigt oder gab es Überraschungen?

Ich hatte vor allem Erwartungen an mich selbst. Durch mein Vorstandsamt habe ich mir erhofft meine Skills weiterzuentwickeln, seien es Soft Skills, Präsentationen oder PR und Marketing im fachlichen Bereich. Ich wollte die Möglichkeit nutzen, einen Verein strategisch weiterzuentwickeln und sah das Amt als Chance, mich vor dem Berufsalltag in einer Führungsposition auszuprobieren, Führungsstärke zu entwickeln und das Arbeiten in einem Team zu verbessern. Dabei wurden meine Erwartungen zum Teil bestätigt. Meine Soft Skills habe ich auf jeden Fall gestärkt. Auch die strategische Weiterentwicklung des Vereins lief in etwa so wie ich mir das vorgestellt habe, aber gibt es immer Dinge, die nicht ganz nach Plan laufen. Man geht davon aus, dass man strategische Arbeit leisten und relativ viel delegieren kann, am Ende muss man jedoch trotzdem viel Zeit für operative Sachen in Anspruch nehmen. Die Zeit war knapper als gedacht, ein Jahr kam mir so vor wie ein halbes (lacht).

Und gab es Überraschungen? Mittlerweile schaffe ich in kürzester Zeit mehr als ich mir selbst zugetraut hatte. Außerdem kann ich unerwartet gut mit Gegenwind umgehen. Aber so viel Überraschungen gabs eigentlich nicht, da die Übergabe durch meinen Vorgänger Dominik Buss sehr ausführlich war und er mir in den ersten zwei Monaten als Tandempartner zur Verfügung stand. So stand ich von Anfang an auf einem gesunden Standbein und wusste früh was auf mich zukommt. Es gab wenig Überraschungen im negativen Sinne aber dafür ein paar sehr positive.

Dein Vorstandsamt ist nun bald vorbei. Was würdest du dem neuen 1V mit auf den Weg geben wollen?

Lauf so lange du noch kannst. Nein im Ernst. Lauf wirklich (lacht). Spaß beiseite, solche Chancen, vor allem während dem Studium, bekommt man nicht alle Tage. Es ist eine unglaubliche Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Die Erfahrung die ich gesammelt habe ist, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen soll. So läuft vieles einfacher und man ist viel entspannter. Es ist für mich ziemlich egal, was andere von mir halten, solange ich selbst mit meiner Arbeit zufrieden bin. Es hilft immens, Sachen nicht an sich ranzulassen, wenn mal irgendetwas nicht so funktioniert, wie sich das Andere oder man selbst es sich vorgestellt haben. Man steht darüber und „macht weiter sein Ding“ und wenns am Ende funktioniert, ist das super und wenns am Ende so funktioniert, dass ich zufrieden bin, ist es überragend.

Im Großen und Ganzen war es ein unglaublich lehrreiches Jahr und ich kann es jedem nur ans Herz legen, diese Chance zu ergreifen.

Marina Knötzinger